Fangen wir mit Wahnsinn an

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Jeder, der heutzutage irgendwas was will, dass er gerne hätte, der will es schnell haben. Nein, besser sofort, auf der Stelle und ohne Umschweife.

Besonders beliebt sind die scheinbar großen Dinge wie Einfluss, Erfolg, Geld, Ansehen und Aussehen.

Um eines dieser Dinge zu bekommen braucht man bereits schon vorher etwas, gewisse Ausgangszutaten.

Von diesen Ausgangszutaten gibt es zwei Kategorien. In der ersten Kategorie sind Ressourcen oder günstige Umstände (Geld, Zeit, Beziehungen, Talent, Wissen).

In der zweiten Kategorie befindet sich die Geduld und die Fantasie. Viel braucht man von keinem dieser Zutaten, um etwas  anzuschieben. Egal aus welcher Kategorie.

 

 

Vorteile und Nachteile mit Geld, Beziehungen, Talent und Wissen (Kategorie Eins)

Der Vorteil ist kurz erklärt: Es ist alles untereinander eintauschbar. Hat man das eine, kann man das andere dafür bekommen. — Wenn man sich dabei geschickt genug anstellt.

Der Nachteil: Es ist nicht alles gleich viel Wert. Hast du viel Talent, bekommst du ein wenig Geld dafür, erlangst etwas mehr Wissen und kannst den einen oder anderen für eine Beziehung gewinnen.

Geld und Zeit haben zwar mehr Wert, verführen aber dazu, dass man davon umso mehr sinnlos verbraucht, je mehr man hat. Nicht in allen Fällen, aber in den meisten.

Wissen und Beziehungen werden oft maßlos überschätzt. Beide nützen nichts, wenn man sie nicht anwenden kann.

Wissen allein hat noch keinen erfolgreich gemacht. Und es ist nur dann „Macht“, wenn es in deinem Interesse (z.B. Branche) relevant ist. Genauso ist es mit Beziehungen.

 

Schweine im Weltall

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Ob dir Beziehungen was nützen, merkst du daran, ob die Beziehung zu dir für denjenigen von großem Nutzen ist, der dich kennt (du also den Nutzen großzügig lieferst). Und umgekehrt.

Es reicht auch nicht, einflussreiche oder prominente Leute gut zu kennen, die einem gern helfen (ja tun sie, aber es ist sinnlos), wenn deren tatsächlich großzügige Hilfe bei dir verpufft oder keine Auswirkungen hat (ist mir passiert).

Verkauft ein deutscher Schweinezüchter mehr Mastschweine, nur weil er privat mit Elon Musk, Stephen Hawking und dem Chef der NASA befreundet ist? Eher weniger. Sei denn, die plädieren für Schweine im Weltraum.

Bekommt ein talentierter Leistungssportler endlich einen Sponsor, nur weil bei ihm jedes Jahr an Heiligabend Keith Richards besoffen aufkreuzt? Nein. Er bekommt von Keith eine Zigarette angeboten.

 

Krieche niemandem in den Arsch

Auch nicht den richtigen. Sonst scheißt er dich schneller wieder aus, als du hinein gekrochen bist. Das hat einen Grund: Man kriecht nicht in Ärsche.

Wenn jemand bestimmtes dich nicht auf Augenhöhe begegnen will, dann wird es nie was. Erklär ihn gleich für tot und vergiss ihn ein für alle mal. (Sieh solche Leute als Sparringspartner für die Schärfung deiner Menschenkenntnis.) So jemanden umdrehen zu wollen, also ihn doch noch für dich zu gewinnen, raubt dir nur Zeit und Energie, die du anderweitig besser investierst.

Wenn du versuchst, mit den falschen Leuten eine Beziehung aufzubauen, ist es so, als wenn du auf einen Baum hinauf kletterst, um an deren leckere Früchte zu kommen. Bis du oben, dann merkst du, dass sie von Fäulnis und Schädlingen zerfressen sind. Lass es. Du zahlst sonst nur drauf, wiedersprichst dich innerlich selbst und wirkst dadurch nach außen (für die richtigen Leute) unglaubwürdig oder materialistisch (gierig).

Die richtig gute Beziehung auf die richtige Art aufzubauen braucht mitunter Jahre. Denn Vertrauen gibt es nicht grundlos. Such dir die Leute oder Gruppen, bei denen du weißt, dass du ihnen was bieten kannst, was die haben wollen. Du musst das begehrte nicht selbst haben. Im Gegenteil. Es wäre sogar besser, dass du den Beziehungsaufbau nicht auf dich selbst ‚beziehst‘. Sondern zwei externe Menschen (oder Gruppen) zusammenbringst, zueinander führst oder organisierst. Warum?

Die profitieren voneinander. (Wert oder Ziel ist erreicht.) Aber nur durch dein Zutun. — Das ist die schwierigste (da langwierig), aber auch die beste (eleganteste) Methode, Mehrwert zu schaffen oder ein Problem zu lösen. Ist dieses Problem nicht deines, dann ist dessen Lösung gut für die Beziehung aller Beteiligten.

 

Vorteile und Nachteile mit Geduld und Fantasie (Kategorie Zwei)

Der Nachteil: Kaum einer „hat“ sie. Kaum einer will sie. Und derjenige, der sie „hat“, läuft ständig Gefahr sie zu verlieren. (Gilt für Geduld und Fantasie.) Nur fantasielose Leute sind allein hinter dem Geld, reinem Wissen oder einseitig profitablen Beziehungen her. Und das führt zu nichts, außer in eine Sackgasse.

Jede verdammte Katze hat Geduld und Fantasie (in Form von Spieltrieb) und braucht beides auch, nur um eine einzige verdammte Maus zu fangen. Bei Menschen, gerade bei denen, die viele „Mäuse“ haben wollen, ist exakt das Gegenteil der Fall. Wie soll das funktionieren? Am besten gedanklich und mit wenig vernünftig klingenden Begriffen der Kreativität wie Genialität, Waghalsigkeit, Wahnsinn, Sinnieren oder Spielerei.

Fangen wir mit Wahnsinn an. (Das ist am wirkungsvollsten.) Denn geduldig wird man nicht mit seichten Mitteln oder Methoden. Und Fantasie ist letztendlich nichts weiter als gepflegter Wahnsinn. Es ist das Rohmaterial für die Kreativität der Genies.

Hast du schon mal Fantasie, dann kommt die nötige Geduld zwangsläufig. Die brauchst du wiederum für deinen kreativen Prozess. Dieser bekommt durch die Geduld ausreichend Spielraum, um sich zu entfalten. Auch das ist nötig. Weil ohne Geduld erliegst du dem Zwang, in engen und eingefahrenen Mustern zu denken. Warum?

Geduld kommt von Vertrauen. Stehst du als Geduldiger unter Zeitdruck oder mit dem Rücken zur Wand, kannst du überraschend reagieren oder blitzschnell quer denken und damit eine Lösung „aus dem Nichts herbei zaubern“. So schaffst du dir nicht nur neuen Spielraum.

Sondern gleich auch die notwendige innere Erlaubnis zum weiter spielen. Denn das Spiel ist und bleibt die Lösung. Je mehr du deine inneren Grenzen nieder reißt (oder erweiterst), desto wahrscheinlicher werden deine Fortschritte in allen Bereichen. Und je länger du Geduld damit hast, desto schneller passieren die Fortschritte.

Wenn du genug Geduld hast (du weißt jetzt, wie du sie bekommst) und dein Spiel weit genug treibst, dann wirst du die fehlenden Ressourcen aus Kategorie Eins nicht mehr brauchen. Denn irgendwie hast du schon alles: Geduld=Du+Geld.

Wer Fantasie hat, der sollte seine Gedanken damit spielen lassen anstatt sie in den Abgrund nicht vorhandener Ressourcen zu versenken. In dem Sinne sind Fantasien wie Flügel und Wahnsinn wie Kerosin.

Die Kunst zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein

Manche Leute sind ihr ganzes Leben lang wie im falschen Film. Sie kommen einfach nicht zum Schuss (oder ‚zu Potte‘, wie man so schön sagt). Kein Wunder, denn die selben Leute werden oft übergangen, selten gefragt und häufig gemieden. Selbst wenn jene zur perfekten Zeit am perfekten Ort wären, sie würden es gar nicht bemerken…

…selbst dann manchmal noch, wenn sie es bemerken.

Zur Beruhigung: Das ist mir auch schon passiert. Vielleicht sogar jeden mit etwas Lebenserfahrung.

Die meisten Lebensumstände sind selten ideal. Man ist nicht immer in der Pole Position. Also in idealen Umständen, die einem alles gelingen lassen. Aber man sollte im Kopf behalten, dass jede Pleiten-, Pech- und Pannenzeit auch mal vorbei ist. Angsthasen, zum Beispiel, tun das nicht, weil sie eher resignieren.

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Unbeherrschte Angst verhindert alles, was positiv ist. Allein schon die Erwartung auf die nächste Katastrophe reicht aus, einen weit größeren Schaden anzurichten, als wenn man sich der Angst stellen würde. — Was diese wiederum auf ein natürliches Maß zurück fährt.

Ängstliche Menschen aber unterschätzen sich und andere und sind immer um sich selbst besorgt. Wer Angst hat, der lebt, obwohl er passiv ist, im ständigen Panik-Modus. Wer seiner Angst bewusst begegnet, also sie akzeptiert und kontrolliert, der kann seine Instinkte und Fähigkeiten nutzen, wie ein geschicktes Raubtier. Jeder könnte das.

Untrügliche Instinkte, der klare Verstand und jegliche Kreativität werden durch unkontrollierte Angst aber gelähmt. Typische Angstbürger, vor allem solche, die jedem alles recht machen wollen, verhalten sie sich wie ein Stück Holz auf stürmischer See. Passiver geht es nicht. Sie sind Getriebene und können dadurch weder instinktiv noch intuitiv handeln.

Jeder, der grundsätzlich zur falschen Zeit am falschen Ort ist, der verhält sich, als wäre er in einem Spiegellabyrinth, getäuscht von seiner Angst und daher blind gegenüber Möglichkeiten. Deshalb kann er auch nicht navigieren. Das heißt, sich (intuitiv) zurechtfinden. Statt dessen produziert er Probleme wegen Nichtigkeiten, weil er denkt, einfach nur perfekt sein zu müssen.

Wer sich so verhält, der verbietet es sich, quer, kreativ und lösungsorientiert zu denken. Denn wirklich kreatives Denken erfordert eine Menge Mut. Und noch mehr Vertrauen.

So, jetzt wissen wir: Angstbürger sind – statt anzutreiben – getrieben durch ihre Ängste. Und daher immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Jener steht letztendlich in der uringetränkten Tiefgarage der Bedeutungslosigkeit.

 

Zu 50% ist es Glückssache — Durch Vertrauen

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Jemand ohne Vertrauen ist ständig nervös, was alles oben geschriebene begünstigt. Vertrauen hilft über Flauten hinweg und ist das Gegenteil von Angst. Und es ist ein Wundermittel, um selbst die miserabelsten Situationen zu überstehen. Womit es sogar noch stärker wird. Denn bei entsprechendem Vertrauen verwandeln sich sogar die miserablen Situationen in Glücksfälle.

Günstige Umstände, in denen für dich alles passt, haben auf jeden Fall mit Glück zu tun. Und deshalb sollte man das Glück begünstigen. Ein Trick, das hinzubekommen ist, einfach grundlos glücklich zu sein, sich über Kleinigkeiten freuen. Und wenn das alles nur 3 Minuten dauert, bis der nächste Dämpfer kommt. (Wir wissen, dass der kommt.)

Eine weitere und dauerhaftere Möglichkeit, günstigere Umstände herbeizuführen hat Methode. Die erste wichtige Zutat hierfür ist Geduld. (Ungeduld ist nicht cool, sondern für nervöse Angsthasen.) Plus Aufmerksamkeit. Und noch einer Eigenschaft, die schwer zu erklären ist. Beispiel:

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, heißt nicht in voller Erwartung zu einem bestimmten Termin sich an einen bestimmten Platz zu begeben. Sondern, obwohl man sich an einen falschen Ort nach dem anderen aufhält, in voller Erwartung selbst zu ‚ungünstigen‘ Zeiten, bereit zu sein, immer wieder Ausschau nach Möglichkeiten zu halten. Möglichkeiten, die man eben nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort bekommen würde. Und diese Möglichkeiten kommen.

Auf die Art bist du dann – so gesehen – schon immer am richtigen Ort gewesen. Bis der richtige Zeitpunkt reif ist. Weil du ihn mit dem was du machst herbei geführt hast. Respekt und Aufmerksamkeit verdient nicht der Boxer, der immer Gewinnt. Sondern derjenige, der nach jedem K.O. immer wieder aufsteht. Egal, gegen wen in welchem Ring er antritt.

Und der Publikumsliebling ist eben nicht immer der ungeschlagene Champion oder der perfekte Einserschüler. Sondern vielmehr der Wilde, der sich erstmal bei heftigen Parties die Eier abfeiert und den einen oder anderen Rausch mit nimmt und dann trotz allem immer noch spektakuläre Treffer landet. Wenn auch nicht jedes Mal.

Echte Macher nutzen ihre Zeit, den richtigen Ort zu erschaffen, der dann genau die richtigen Möglichkeiten aufkommen lässt. Und sie haben in irgend einer Form auch noch Spaß dabei, was — genau wie Vertrauen — mit der Zeit auch die richtigen Leute anzieht. Wenn man bei dir immer an der richtigen Stelle ist, dann spielt es keine Rolle, wann du wo bist.

Falls du dich faul und lustlos fühlst, dann mach die Nacht zum Tage

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Neulich in der Nacht von Sonntag zu Montag habe ich einen Bekannten von einer Feier aus einem über 30km entfernten Ort abgeholt. Auf dem Rückweg kamen uns einige Fahrzeuge entgegen, von denen ich kommentierte, wer das war. Zumindest war ich in jener Nacht der Meinung, dass ich wüsste, wer uns da entgegen kam. Was wiederum egal war.

Da es jedenfalls mir bekannte Viehhändler mit ihren typischen Fahrzeugen waren (oder hätten sein können), konnte ich sie leicht identifizieren. Mein Bekannter saß neben mir und sagte dann: „Typische Nachtmenschen, so wie du.“

Ja, manche Leute trifft man tagsüber nicht. Oder selten im Auto auf der Straße. Und andere haben so ihre Gewohnheiten. Und wiederum andere wissen, wann man die besten Geschäfte macht. Oder dabei von neugierigen Blicken unentdeckt bleibt. Und die sind nur die Spitze vom Eisberg.

 

Nachtschwärmer

Es gibt Leute, da zähle ich mich selbst dazu, die Nachts nicht nur gut arbeiten können. Sondern die Dinge auch anders wahrnehmen (wollen). Falls du auch so einer bist, dann verstehst du das. Falls du eher der aufmerksame Tagesmensch bist, wie mein Bekannter, dann fällt dir bestimmt das etwas anders gelagerte, aber ebenfalls aufmerksame, Verhalten von uns Nachtmenschen auf.

Am grellen Tag gibt es für Nachtmenschen wenig reizvolles zu entdecken, da reizt das Sonnenlicht schon allein genug. Ein andermal ist es der Lärm. Nachtmenschen schätzen eher die Dunkelheit, um die einzelnen Lichter schön zu finden.

Nachtschwärmer sind die Genussmenschen, die Hedonisten unter den Nachtmenschen. Für sie wurde die Leuchtreklame und guter Whisky erfunden. Sie sind Nachts lebendiger als am Tag. Statt mit Vieh auf dem Dorf zu handeln, schwärmen sie durch die Stadt. Nur im Dunkeln sind die Farben kraftvoll und die Geräusche intensiv.

Sowohl der Nachtmensch als auch der Nachtschwärmer sind Jäger. Damit meine ich nicht nur den, der auf dem Hochstand mit der Flinte auf die fette Wildsau ballert. Sondern vor allem den, der ein Auge für das Schöne und das Seltene hat. Mit gewöhnlichen Dingen kann man ihn nicht abspeisen. Er wäre dadurch nur beleidigt. Und der Tag symbolisiert und bietet für ihn nur gewöhnliches. Er kann am Tag nicht jagen, nicht genießen und höchstens auf „Autopilot“ laufen.

Heißt das jetzt, dass jeder Nachtmensch die Schönheit der Natur gar nicht zu schätzen weiß? Denn die sieht man doch nur tagsüber. Um ehrlich zu sein, doch tut er. Aber nicht nur. Ich kenne welche und ich schließe mich da mit ein, die lieben intensive Anblicke. Insbesondere dann, wenn es regnet oder gerade geregnet hat und die Wolken noch am Himmel hängen. Es ergibt einfach ein anderes Licht und andere Geräusche. Und damit eine andere Wahrnehmung. Alles wirkt weniger aggressiv, weniger beißend.

Und Regen und Wolken gehören zur Natur wie Sonne und Wärme. Wie Schatten zu Licht. Nur die Betrachtungsweise ist bei Nachtmenschen anders.

 

Nachtmenschen sind doppelt produktiv

Neue Dinge zu entdecken und seien es nur die eigenen kreativen Gedanken, kann man am besten in der Nacht.

Der Normalbürger stört nicht, weil ihm die Nacht nicht gehört. Jemand, der früh um Drei aufsteht ist genauso ein Nachtmensch, wie derjenige, der kurz danach (oder noch später) ins Bett geht. Beide haben zu diesen „Unzeiten“ die meiste Energie, um was zu schaffen, was viele Tagmenschen so nicht könnten.Tagsüber ist er vielleicht nicht kreativ oder sonderlich aufmerksam, aber wie jeder andere auch, immer noch wach genug, um anstehende Aufgaben zu erledigen. – Egal ob als Angestellter oder Unternehmer.

Nicht wenige Nachtmenschen üben Berufe aus, wo sie auf besondere Situationen oder interessante Menschen treffen, die ihnen tagsüber kaum begegnen würden.

 

Die Nacht bedeutet Freiheit

Die Nacht bietet eine andere Welt innerhalb der Welt. Eine Welt, die einem mehr „gehört“, wo man mehr sich selbst ist, als bei jener am Tage. Ich persönlich fahre beispielsweise lieber Nachts mit dem Auto als am Tag. Es schont auch die Augen, außer beim Gegenverkehr von Idioten, die viel zu früh wieder auf Fernlicht schalten. Bei diesen Blendern würde ich am liebsten sofort anhalten und denen eine Stinger-Rakete hinterher schießen.

Wenn ich dann noch allein unterwegs bin, fühle ich mich zehn mal freier als am Tage. Kaum jemand steht einem im Weg, niemand nervt. Die Nacht hat weniger einengende Regeln, wie zum Beispiel einen Feierabend.

Die Nacht ist das Tor zum Tag. Und der Tag ist die Zeit, in der der Nachtmensch andere Dinge tut und andere Dinge erfährt, als in der Nacht. Kurz, ein Nachtmensch hat viel vom Leben. In den meisten Fällen sogar mehr.

Wie du richtig mit einem Snob umspringst

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Snobs sind meist einflussreich oder wohlhabend, gleichzeitig aber schwierige und schwer zu ertragene Leute. Die Anwesenheit von einem Snob wirkt hemmend auf Menschen, die mit ihnen zu tun haben oder in deren Nähe sind. Und das erschöpft und laugt viele aus.

Das hat, wie alles, einen Grund. Der Snob (miss)braucht normale Menschen als Droge, wie ein Kokser Kokain.

Falls du aber kein normaler Mensch bist, was ich stark annehme, weil du hier liest, dann bist du schon mal eine viel stärkere Droge, als die, die er gewohnt ist. Und das ist die beste Voraussetzung als meisterhafter Snob-Flüsterer.

Das Geheimnis: Wenn du unnormal bist, dann kann er dich nicht snobben. Im Gegenteil. Dann kannst du jeden Snob dressieren wie einen ruppigen Gaul. Wenn du weißt, wie.

Ich zeige dir, wie. Danach darfst du ihn reiten. So hemmt er dich nicht und laugt dich auch nicht aus. Du kannst mir bei dem Thema vertrauen. Denn ich war selber mal ein Snob (und bin es wohl noch immer ein bisschen). Es liegt halt in der Familie… (Dazu mehr weiter unten.) Darüber hinaus kenne ich noch so einige. – Was eigentlich ganz gut ist.

Aber hier bin ich exklusiv für dich der Verräter dieser Spezies und erkläre dir, wie du jeden Snob in die Knie zwingen kannst (plus vier Hinweise und Warnungen vorneweg):

Erstens:

Es gibt den Snob in verschiedenen Unterarten: Öko-Snobs, Wein-Snobs, Moral-Snobs, Business-Snobs, Ferrari-Snobs, Kultur-Snobs, Bildungs-Snobs, Party-Snobs, Blogger, Oberlehrer, Besserwisser, Politiker, Beamte, Millionäre, Funktionäre, Aktivisten, Stars und Gutmenschen, nur um einige zu nennen. Es gibt sie überall. Und sie sind alle gleich verkorkst. Egal, ob Männer oder Frauen, jung oder alt.

Zweitens:

Ein Snob nimmt die üblichen Komplimente wörtlich und für selbstverständlich. Mit vollem Ernst und ohne eine Miene zu verziehen antwortet er höchstens so etwas wie: „Natürlich bin ich der tollste.“ (Sein eingebildeter Normalzustand.)

Aber meistens antwortet er gar nicht auf deine Komplimente, eben weil er das von dir gesagte für gegeben oder völlig banal hält. Das ist so als ob du jemanden sagst, es regnet, obwohl es bereits seit Tagen wie aus Eimern schüttet. Für einen Snob ist ein übliches, aber nett gemeintes Kompliment nicht mehr wert als der Wetterbericht von vorige Woche.

Drittens:

Der Snob ist meiner Erfahrung nach so etwas wie ein Narziss mit einem gewissen Anspruch (auf seinen Umgang). Das heißt, er sieht sich als Lichtgestalt und ist davon überzeugt, etwas besseres zu sein als du. (Was natürlich völliger Quatsch ist.)

Er gibt sich aus seiner Sicht nur mit mindestens „seinesgleichen“ ab. Also dem Chefarzt, dem Bürgermeister und Franz Beckenbauer. Kurz, er hält sich für etwas Besonderes und erwartet eine entsprechende Behandlung.

Der Snob will sogar bei Selbstverständlichkeiten immer höflich und persönlich gebeten werden, etwas zu tun. Und sei es nur, um einen Zug am Bahnhof zu besteigen. So muss ihn erst der Bahnhofsvorsteher persönlich und äußerst zuvorkommend fragen, ob er einsteigen möchte. Die Gefahr, dass unser Snob nun mit voller Absicht den Zug verpasst ist somit hoch. Deshalb meiden Snobs zunehmend Züge.

[Das ist tatsächlich mal einen gewissen Herrn Finsterwalder passiert. Mein Urgroßvater war dieser Snob am Bahnsteig. Über die Geschichte lachen und staunen wir noch heute. Na gut, ich weniger. Denn damit bin ich der Urenkel vom König aller Snobs und komme mir wegen meiner Gene vor, wie ein Vampir, der ohne Blut leben muss.]

Viertens:

Ein waschechter Snob sieht sich gern als eine andere Spezies als die der restlichen Menschen. Um dieses psychologische Kunststück fertig zu bringen, darf der Snob nie allein sein. Er braucht andere, um snobben zu können.

Fehlt ihm das Publikum, verwandelt er sich selbst zurück in einen Menschen. (Was natürlich keiner wissen darf.) So braucht er ständig eine Form der Anbetung, ein Publikum, immer währende Bewunderung und Betuddelung.

Der Snob hat deswegen ein ständiges Verlangen nach einem Überlegenheitsgefühl. (Er fühlt sich nicht wirklich überlegen, er verlangt aber nach diesem Gefühl durch andere.) Wenn keiner da ist, gegenüber wem will er sich dann überlegen fühlen?

Letztendlich konsumiert er auch viel und teuer. Das ist lustig, denn er wenn er kein Publikum hätte, dann würde er für seine täglichen Dinge keinen Cent zu viel ausgeben. Kein Witz.

 

So kannst du den Snob für dich entsnobben:

Zuerst, versuche nicht selbst zurück zu snobben. Das bringt nichts. Siehe den Snob eher wie ein Kleinkind, auf dessen schlechtes Benehmen man nicht reagieren darf. Snobbt der Snob oder will er dich beeindrucken, antworte notfalls mit Nichtbeachtung.

Zeig niemanden, auch nicht deinen Kumpels, Verwandten oder Bekannten, dass du auf dem Besitz eines Snobs neidisch bist. Ein richtiger Snob bekommt dies spitz und sieht dann genau deshalb auf dich herab, bevor du ihm überhaupt begegnet bist.

Der gemeine Snob ist wegen seiner Abhängigkeit von Dingen, Erfolgen oder von seinem Status im Grunde ein ständig unsicherer Typ. So brauchst du schon mal seine selbstherrlichen Kommentare nicht für bare Münze zu nehmen. Alles, was der Snob demonstrativ über den grünen Klee lobt, beispielsweise seine Bekanntschaften, seine Arbeit, sein Business oder seine Brut, das ist in Wahrheit nicht so rosig. Eher hat er tiefe Bedenken. Glaub mir.

Typische Anzeichen dafür sind subtil-abfällige (spitze) Bemerkungen über die Verhältnisse in diesen Dingen bei anderen.

Jemand, der aufrichtig, also tatsächlich mit seinen Verhältnissen zufrieden ist, der hat definitiv keinen Bedarf für solche Spitzen. Der Snob kann sich nur erheben, wenn er es schafft, dir das Gefühl zu vermitteln, bei dir stimme etwas nicht. Wenn er das versucht, dann nimm ihn nicht für voll.

 

Zahle einem Snob nie Tribut

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Snobs sind aufgrund ihrer innewohnenden Unsicherheit sehr schnell dabei, bei anderen und vielleicht auch bei mir und dir, Minderwertigkeitsgefühle auszulösen. So fühlt er sich erhabener und damit besser. Reagiere nicht darauf, indem du versuchst mit seinem schicken und kostspieligen Lebensstil mitzuhalten. So fütterst du höchstens sein Ego als „Leader“ oder läufst Gefahr, auf diese Person zu reagieren, sogar dann, wenn diese – trotz ihrer Konsumgewohnheiten – vielleicht gar kein Snob ist. (Gibt es.)

Snobs gewinnen Snob-Macht (negativen Einfluss) durch das Auslösen von Gefühlen von Unterlegenheit (ein gefühltes „schlechter dastehen“) bei anderen. Sie ernähren sich von einer Psychischen Krankheit namens Neid.

Der Neid ist nichts weiter als ein verlogener Geist mit guten Deutschkenntnissen, der von jemanden Besitz ergreift, um ihn vorzugaukeln dass nun sein sozialer Stand bedroht sei. Der Geist führt seinen Wirt in die Irre. Das heißt, Neider gehören in die Irrenanstalt.

Der Neid kommt aus der Familie der Vergleichsteufel. Aber du bist ein Original mit höheren Stärken, die in dir inne wohnen. Bleibe deshalb cool. Mit einem Snob hingegen konkurrierst du mit erhitztem Gemüt auf niederem Niveau, nicht auf höherem.

Snobs ergötzen sich an Neid-Anfällen, indem sie dir eine gesellschaftliche Tieferpositionierung (gegenüber ihnen) suggerieren. — Wenn du sie lässt. Wenn jemand neidisch ist, merkt man es ihm an. Und in Sachen Neid sind Snobs wie Trüffelschweine, sie haben eine feine Antenne dafür. Gib ihm diese Neid-Trüffel nicht auf Kosten deiner geistigen Gesundheit.

 

Falls du gezwungen bist, mit einem Snob zusammenzuarbeiten oder zu kooperieren:

Erwürge seinen Snobismus mit deinem Charme. Sei extrem nett und gib ihm Nettigkeiten, die volle Breitseite. Erhebe und ermutige ihn. Dann frisst er dir aus der Hand und hört auf deine Ratschläge. (Was er sonst bei niemanden tut.)

Wenn du zu ihm besonders nett und höflich bist (was dir unbedingt Spaß machen muss, weil es sonst nicht wirkt), dann wird er zu einem normalen Menschen, der lockerer und offener zu dir ist als zu anderen. Warum? Snobs können sich im Gegensatz zu anderen Menschen nicht gegen Charme und Ermutigung wehren. Die sind dann so hilflos wie ein müder Osterhase gegenüber einer ausgeschlafenen Python, die ihre letzte Mahlzeit verpennt hat.

Der Snob wird zu dir urplötzlich normal und umgänglich (bei Al Pacino-Charme sogar bescheiden).

 

Ein Kompliment an einen Snob kann wirken, aber auch nach hinten losgehen

Bei Komplimenten liegen die Feinheiten in der Formulierung. Passt es, dann ist es beim entsnobben eines Snobs fast schon die halbe Miete.

Sag ihm nicht, dass er oder irgendwas an ihm toll ist. Das dem so „ist“, das „weiß“ er selber und dann snobbt er dich an. (Siehe Zweitens.)

Sag ihm, dass du ihn oder irgendwas an ihm toll findest. Sage es aus der Sicht, wie du ihn ‚wahrnimmst‘. Das wirkt und er knickt langsam ein. In diesem Fall bist du nicht sein anbetendes Publikum, sondern sein Meister. Denn du hast ja die Kontrolle, weil du dir dessen Schwachstellen bewusst bist.

Auf die eben beschriebene Art zeigst du, dass du nicht neidisch bist. Damit nimmst du ihm jegliche Macht, Meister. Und der Snob wiederum baut jetzt eine Beziehung auf. Und in einer Beziehung geht es wohl kaum darum, sich gegenseitig (z.B. materiell) zu beeindrucken.

 

Wie du den schlimmsten Snob auf der Stelle zerhackst:

Einige besonders fiese (und hartnäckige) Snobs sind Dämonen in Menschengestalt. Nein, ich gebe jetzt nicht den Märchenonkel. Sondern drücke mich, weil es anschaulicher ist, einfach mal wie einer aus. Und ich will, dass du den Snob genau im Visier hast, bevor du ihn umnietest. (Rambo versucht ja auch immer, Kollateralschäden zu vermeiden.)

So ein echter Dämonen-Snob tut folgendes (als Beispiel):

Mal angenommen, du hast es beruflich mit jemanden zu tun, wo du zunehmend merkst, dass er dich irgendwie schlecht oder runter macht. Und das aufgrund deiner „mangelnden Bildung“, „fehlendem Fachwissen“ oder „Inkompetenz“.

Dieser Snob zeigt dir oft und deutlich auf, dass du ihm nicht das Wasser reichen kannst. Das geht mitunter sogar so weit, dass er dich auch noch gegenüber den normalen Kollegen (also deinesgleichen) abstinken lässt, was du deutlich merkst. Das heißt, er mobbt subtil und allumfassend. Und er trifft dich immer. (Was schmerzt.)

Damit das ein für alle Mal mal aufhört, gebe ich dir für diesen Snob jetzt die richtige Ghostbuster-Kanone in die Hand.

Frei nach Einstein: Dämonen unterliegen nicht den Gesetzen von Zeit und Raum. Das heißt, seine Macht bezieht der Snob direkt aus deiner tiefen Vergangenheit. In jener Vergangenheit gab dir jemand, wohl uns allen mehr oder weniger, ein Gefühl von Unsicherheit oder Unterlegenheit. (Ist bei Deutschen oftmals so üblich.)

Sobald du mit dem Snob dann zusammen bist, entsteht ganz automatisch eine passende (von dir ähnlich wahrgenommene) Situation, in der jene lange zurück liegende Erfahrungen von Unsicherheit oder Unterlegenheit wie durch einem Flux-Kompensator konserviert taufrisch in die Gegenwart reisen.

Mit anderen Worten, diese – wie alle frühen und emotionalen – sehr eindringlichen Erfahrungen werden bei uns selber im Kopf wie ein Computervirus verschleppt und dann manchmal Jahrzehnte später, ausgelöst durch die „passende“ Situation, wieder reaktiviert. Und das komplett unbegründet.

Die Ursache dafür: Der Dämon ist in dem Fall bereits in uns. Er ist diese Erfahrung – in rein emotionaler Form. Sobald du das registrierst, ist er tot.

Schön, denkst du. Aber was ist mit dem Snob, diesen ekligen Menschen? Den gibt es doch wirklich!? Diese Person gibt es, aber sie diente nur als Projektionsfläche. Das heißt, sie wurde von deinem Erfahrungs-Dämon missbraucht, entstellt und im Zwielicht der Vergangenheit falsch dargestellt.

Die aktuelle Situation mitsamt dieser scheinbar „versnobten“ Person ist definitiv anders als früher. Es ist keine Wiederholung der Vergangenheit. Wir sehen nur einige Parallelen. Und die reichen aus, um einen anderen Menschen in einen fiesen Snob zu verwandeln. Es besteht aktuell kein Grund, sich ihm (oder sonst wem) gegenüber unterlegen oder herabgesetzt zu fühlen. Weil das auch niemand tut. (Außer der Dämon.)

Der Mensch, den wir hier als Snob wahrgenommen haben, wollte dich nie snobben oder runter machen. Er ist gar kein fieser Snob, nicht mal ein harmloser. Sobald du das erkennst, kannst du dich auf die angenehmen Seiten der aktuellen Erfahrungen, die du gerade mit ihm machst, zuwenden.

So, nun bist du gut vorbereitet. Die Snobs können jetzt kommen.

Monster der Woche

„1966 … ‚Ruk‘ gets zorched!“ (Ted Cassidy, Star Trek). — Image source: James Vaughan

Nein, ich schreibe heute nicht schon wieder über Andrea Sawatzki oder Thomas de Maizière. Sondern darüber, dass die Lösung für ein Problem – obwohl das gern und oft behauptet wird – nicht immer die Lösung ist.

Die meisten Fantasy und Science-Fiction-Serien leben schon Jahrzehnte davon, in ihren wöchentlichen TV-Sows ein neues Monster, einen neuen Wiedersacher zu erfinden, der die Helden herausforderte. Das ist das Monster of the week.

Das war ein einfaches Prinzip, um sowohl Spannung als auch immer wieder „Neues“ für die Stangenware des Fernsehens zu produzieren. Die Handlungsabläufe ähnelten und wiederholten sich – Genre-übergreifend – oft.

Es war und ist in vielen Fällen Effekthascherei, um über dünne Handlungen und niedrige Budgets hinweg zu täuschen. Wirkungsvoll war und ist es trotzdem.

Das Monster der Woche war vergänglich. Denn am Ende einer Folge wurde es oft besiegt oder vertrieben. Damit es nicht langweilig wurde, kam in der folgenden Woche bereits ein neues Monster. Das war ein einfaches Rezept, den Stamm-Zuschauer bei der Stange zu halten, aber vor allem war es praktisch, gelegentlichen Zuschauern einen leichteren Einstig zu bieten.

 

Die Aufgabe des Monsters ist, ein Problem zu schaffen, um dafür die Lösung zu ‚verkaufen‘.

Kunst besteht aus Spannung. (Siehe Hollywood.) Wen jemand im realen Leben, z. B. beruflich, einem Risiko ausgesetzt ist, entsteht eine unfreiwillige, also unangenehme Spannung. Diese will man lösen. Unbedingt. Diese Spannung kann auch ein Drang sein, einen gewissen Nachteil gegenüber anderen aufzuheben. Oder ein Gleichgewicht herzustellen. Ein Monster aber schafft ein Ungleichgewicht dort, wo vorher alles im Lot war. Das ist schließlich seine Aufgabe.

Nicht nur das. Monster sind gewöhnlich auch hässlich und unansehnlich. Genau wie so manches Problem, dass man nicht so direkt in die Augen sehen will.

Und wo alles hässlich ist, da achtet man auf was? Wo sieht man hin? Richtig, man sieht auf das einzig schöne, das vorhanden ist. Selbst dann, wenn es real gar nicht so dolle ist. Beim Beispiel Hollywood ist das die hübsche, junge Frau, die unter vielen kernigen Kerlen, manchmal im Visier des Monsters gerät.

Oder es ist ein technisches Gimmick, worauf der Zuschauer wartet, dass das Monster genau davon eine gewichst bekommt. Oder der Zuschauer ist neugierig, wie das Monster auf das Gimmick reagiert. Oder wie dann die Ersatzlösung aussieht.

 

Man soll die Lösung ersehnen

Der Zuschauer ‚erlebt‘ die Lösung. Und diese Lösung hat ihre Existenzberechtigung nur deshalb, weil es das Monster gibt. Denn wer keine Monster hat, der braucht auch keine Lösung dagegen.

Aus ähnlichen Gründen ist es für uns meist nicht sinnvoll, Lösungen zu kreieren. Denn es gibt meist gar kein Problem dafür. Oder man findet keines, dass man lösen kann. Es reicht demnach nicht, „nur die Lösung für ein Problem (des Kunden)“ kreieren zu wollen. Das Monster der Woche aber hat es drauf, die richtigen Probleme zu kreieren.

Ein und das selbe Problem, dass wie ein Monster abwechslungsreich daher kommt, schafft erst die Existenzberechtigung für die Lösung. In diesem Fall ist es eine maßgeschneiderte Lösung, perfekt abgestimmt und in Szene gesetzt durch unser absichtlich verursachtes Problem.

 

Manche Lösungen brauchen ihre Monster oder ihren Bösewicht

Male das Monster namens „Problem“ auf die Leinwand. Führe dir und anderen deine Lösung anhand deines Monsters vor Augen. Das kann vieles sein, wie eine Erkenntnis, eine Inspiration, etwas unterhaltsames oder eine Lösung anhand eines Problems, wie zum Beispiel den Anschluss nicht zu verpassen. (Sorge dafür, dass jemand den Anschluss verpasst. Wie? Indem du wiederum jemand anderem einen monströsen Vorteil verpasst.)

Lass dein Monster los. Denn das Monster ist deine Lösung.