Viele verwirrte Gründer und ahnungslose Unternehmer fragen sich, was Marketing denn nun eigentlich ist und ob es schwierig ist. Wie macht man es und wie wendet man es an? — Das werde ich hier mal aus meiner Sicht erklären:

Marketing wird angerührt im großen Bottich (oder einer Grube, je nach Budget). Der Grundstoff ist Reklamejauche, die aus dem geistigen Dünnschiss von betrunkenen Marketingstrategen extrahiert wird. (Eine sehr kostspielige Prozedur.)

Die so gewonnene sirupartige Flüssigkeit wird dann 1:1 mit normalem Toilettenwasser vermischt und durch den Zusatz von 4-6 Säcken fermentierter 500-Euro-Noten für eine Woche zur Gährung gebracht. (200er oder 100er Scheine tun es auch, aber man braucht ungleich mehr davon.)

Diese jetzt entstandene Rohsubstanz (auch Werbebrühe oder Basisjauche genannt) wird versetzt mit einigen Hektolitern Public Relations.

Das Ganze wird letztendlich verfeinert mit ein bis zwei Eimer voll Bedeutungslosigkeit aus künstlichem Englischaroma und schließlich abgeschmeckt mit 1 oder 2 Messerspitzen Verhaltenspsychologie.

Zum Schluß gibt man, je nach Geschmack des Marketingküchenchefs, noch einen ordentlichen Schuß SEO, Social-Media-Strategie oder einfach diese penetrante Kundengraule hinzu. (Die meisten kippen gleich alles rein, weil sie zum Abschmecken keine Lust haben.)

Als Abschlußritual wird ein okkulter Spruch aufgesagt, um die Marketinggeister zu beschwören. Dann wird das fertige Gebräu in den bereit gestellten BWL-Gülle-Tanklaster gepumpt und gießkannenartig über die Menschen verteilt.

Kurz, Marketing ist Scheiße.

Verwechseln Sie jetzt bitte nicht Marketing mit Marketing [oder Marketing]. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. (Ist nur vom Namen her gleich.)