Falls dich jemand anstarrt: Wie du Glotzer erledigst

Original image by fPat Murray

Wäre ein „Sich gegenseitig zu Tode glotzen“ kein deutscher Volkssport, sondern eine olympische Sportart, dann würden die Deutschen jedes Mal Gold gewinnen.

Selbst Chuck Norris würde da verlieren. Und genau deshalb ist dies kein schöner Beitrag. Sondern einer, der schlimm ist, aber sein muss.

 

Glotzen nervt

Eigentlich fühle ich mich nirgendwo beobachtet. Nirgendwo — außer in Deutschland. Der Grund lauert hierzulande in Form von Beobachtern, Aufpassern, eben Ordnungsbürgern überall.

Das übliche Schauspiel geht so:

Du entlädst dein Auto mit den Wochenendeinkäufen. Dabei weißt du nicht, dass dich der Nachbar am Fenster die ganze Zeit schon durch die Gardine beobachtet.

Du ahnst es aber.

Blitzschnell glotzt du zurück — nur grinsend, so wie auf dem runden Bild rechts oben — und seine häßliche Fratze huscht zurück und verschwindet. Vorerst. Weiter lesen…

Ein Tag mit Kevin

Original image by Eric and Mary Ellen

Stell dir vor, du fährst bei kühlen, trockenen und relativ mildem Winterwetter mit dem Motorrad bei 66,6 km/h in einer Kolonne.

Überholen ist keine gute Idee, da zufällig gerade die Bullen hinter dir sind. Kein Problem.

Denkst du. Und fährst gut gelaunt lang hin und freust du dich über den Anblick der ebenso gemächlich grasenden Kuhherde auf der linken und der Ziegenherde auf der rechen Seite.

 

Easy riding, nur kein Stress

Wegen der Kühe links denkst du an ein Steak mit Sour Cream und wegen der Ziegen rechts an nervige Weiber oder die letzte Motorradtour in Tirol.

Bist du Vegetarier, denkst du an Milka-Schokolade.

Bist du Veganer, also der Katholik unter den Vegetariern, dann kannst du nicht anders als in Gedanken zu sündigen. Weiter lesen…

Es ist ganz schön anstrengend, normal zu sein

Image by ClaMar.06 (CC BY-NC 2.0)

Stell dir vor, du bist unter Leuten, die sich gesellschaftlichen Normen unterordnen und ihresgleichen kopieren. Also langweiligen Spießern.

Du bist ja nicht freiwillig bei denen. Aber wie wir wissen, zwingt dich der Alltag manchmal dazu.

Wenn du mit denen mithalten willst, um normal, im Sinne von unauffällig oder angepasst zu sein, wird dich das schnell ermüden oder in den Wahnsinn treiben. — Gerade weil du deutlich anders drauf bist als die. Und auch nicht der Typ bist, der sich gegen seine Natur lange verbiegen sollte.

Selbst wenn du ruhig bist, wirst du das Gefühl nicht los, trotzdem zu stören.

Denn unbewusst merkst auch du, dass du trotz aller Anstrengung irgendwie immer noch auffällst oder herausragst.

Dann kannst du auch gleich deinen wahren Charakter zeigen. Allerdings ist das nicht so einfach.

Ein bisschen Übung, also Praxis, kann nicht schaden… Weiter lesen…

Sex mit dem Terminator

Image by William Cho

In letzter Zeit wird in unserer mehr oder weniger schamlosen Öffentlichkeit viel über Sex-Roboter gesprochen.

Das sind neu entwickelte Lust-Puppen als halb menschliche Plugin-Hybriden, gemacht für künstlichen natürlichen Sex.

Und was sehe ich? Die Geilomaten sind sind wieder mal alle weiblich.

Und aussehen tun sie wie Schaufensterpuppen. Langweilig.

Gibt es denn nichts für weibliche Kundinnen? Weiter lesen…

Die Latte höher legen — auf schlimmste Weise

Image by William Murphy of The Actual Streets of Dublin (CC BY-SA 2.0)

Der beste, klügste oder schönste sein, das will jeder, kann aber nicht jeder. Aber warum nicht mal zur Abwechslung der schlechteste, dämlichste oder hässlichste sein wollen?

Für jemanden, der das anstrebt, stünden die Erfolgschancen außergewöhnlich gut. Denn dabei gibt es nirgendwo Rivalen.

Jedenfalls keine herkömmlichen mit beispielsweise Vernunft.

Es gibt Risiken, ja. Aber die schieben wir mal beiseite.

Jedenfalls gibt es keine ernst zu nehmende Konkurrenz, wenn man sich mit Absicht schlecht macht. Weiter lesen…

Als ein Industrieboss anfing, nüchtern vor mir zu strippen

Original image by Simon Fraser UniversityUniversity Communications/CC BY 2.0

Anfang dieses Jahrtausends habe ich mich reichlich abgemüht, um Aufträge und neue Kunden zu ergattern.

Junge, das waren harte Zeiten.

Deshalb habe ich jede Möglichkeit genutzt, um neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Selbst solche, in denen ich gar nicht involviert war.

 

Wenn man zu viel von dem hat, was man nicht braucht

Das Beispiel, dass ich dir diesmal erzähle, ist eines, wo ich oder „mein Unternehmen“ nur der Vermittler war. Der Grund war, dass mir das fehlte, was ich brauchte und viel vom dem hatte, was ich nicht brauchte.

Mit anderen Worten, ich hatte Fähigkeiten und Beziehungen, die mir nichts nutzten. Und die bot ich anderen an. Gegen Bezahlung. Weiter lesen…

Der Vollkipper

Ein Bild aus den ersten Tagen meiner Kneipe. Doris (neben mir) war als einzige von allen Mitarbeitern vom ersten bis zum letzten Tag mit dabei. (Foto privat.)

Bevor ich 1994 meine erste und einzige Bar eröffnete, folgte ich den Rat von Anderen und habe für ein Vierteljahr als eine Art Praktikant, besser Hilfskellner, im Restaurant eines Bekannten gearbeitet.

Einer meiner Ratgeber arbeitete selber dort als Kellner und führte mich – wie es schien – in die Geheimnisse der Gastronomie ein.

Sinn und Zweck dieser Buckelei war, dass ich Erfahrungen sammeln sollte. Ich hörte darauf.

Als ich meine Bar dann eröffnete, war alles anders. Denn es gibt schon rein wegen der Logik Unterschiede zwischen einem großen Hotelrestaurant und einer Kneipe, die eher den legeren Umgang pflegt.

Den Unterschied zwischen zwei Betrieben innerhalb der selben Branche zu „erfahren“ war meine Haupterfahrung. Und weniger das Erlernen und Umsetzen von Vorschriften eins zu eins. Weiter lesen…

Exotensteuer…

…ist, wenn du ein neues Motorrad kaufen willst, es aber eine Moto Morini sein soll, weil du das Besondere wertschätzt. Dann musst du nach Bayern fahren, denn dort ist der nächste Händler, die nächste Vertragswerkstatt. Morini ist nicht teurer als vergleichbare Italo-Bikes von größeren Herstellern. Aber erheblich exklusiver. Und lauter.

…ist, wenn du Weiter lesen…

Der Mäuserich

Image by British Pest Control Association/CC BY 2.0

Ich machte erst neulich, also vor 15 Jahren, als Designer/Consultant/Lehrer oder was auch immer, meine üblichen Kaltaquisen* per Telefon.

Da hatte ich beispielsweise den Geschäftsführer einer Berliner Ingenieursfirma am Apparat. Als Ingenieur rief ich dort auch an.

Dann im Laufe des Gespräches entstand bei mir im Kopf ein Bild von dem Mann am anderen Ende.

Ich stellte mir irgendwas zwischen dem mittelalten Bud Spencer und John Wayne vor. Weiter lesen…