Es sind die Kleinigkeiten

Original image by Rubenstein, photographer Martyna Borkowski

Nehmen wir an, du hast heute Großes vor und willst jemanden sein Haus abbrennen, mit seiner Frau schlafen, dessen Katze vergiften und vielleicht noch sei Auto zu Klump fahren oder so was in er Art.

Falls nach so viel Tatendrang noch Lust und Zeit übrig bleibt, dann könntest du noch Abführmittel in sein Essen und Haarentferner ins Shampoo seiner Frau füllen.

Ich weiß, du würdest derartige Dinge nie tun. Aber nur mal angenommen, du würdest all das bei einem Idioten deiner Wahl tun. Was denkst du, wie der Idiot darauf reagieren würde?

 

Nicht so schlimm

Der Idiot würde nach all den Taten natürlich entsetzt reagieren, aber im Großen und Ganzen doch recht gefasst. Warum?

Es gibt Versicherungen, Reserven und Kriegserfahrungen, die dafür sorgen, dass unser Idiot nicht zwangsläufig auf Rache aus ist, sondern stattdessen vergleichsweise besonnen bleibt. Eben weil er ganz tief im Innern irgend was größeres vermutet, irgend einen tieferen Grund, warum sich nun jemand an seinem Leben zu schaffen macht.

Und außerdem, Dinge passieren halt, das wissen sogar Idioten. Den Schaden selber kann man wohl nicht mehr rückgängig machen. Sagt die Logik. Da sind wir mal nicht so. Man ist nonchalant. Schwamm drüber.

Du lachst? Du meinst, das wäre nur erfundener Blödsinn von mir? Nein, ist es nicht. Jedenfalls nicht ganz.

Auch wenn ich es hier stark überzeichne, bestimmte Menschen ticken genau so. Das sind Psychopathen.

Und Psychopathen kann man mit dem oben beschriebenen Szenario kaum beeindrucken. Die stecken Katastrophen erstaunlich gut weg.

Das hat jetzt nichts mit Vergebung zu tun oder damit, dass der Psycho mit dem Dalai Lama die getrocknete Scheiße eines Esels gekifft hat.

Es trifft ihn emotional einfach nicht, wenn er sich nackt mit einem hungrigen Bären raufen muss. Er rächt sich schon. Nur gibt es bei Psychos darauf [k]eine Garantie.

Der Knopf für den Ausraster ist etwas versteckt. Weiter lesen…

Die einzige Methode, um jederzeit deine Vergangenheit zu korrigieren…

Image by and with The Magnificant Magic Matty

…ist, wenn du dich in ihr befindest und dir das, natürlich, auch bewusst ist. Nur wie kommst du da hin? Schaun ´mer mal.

Viele würden all zu gern zurück in die eigene Vergangenheit reisen. Jetzt nicht als Spaß-Touristen, um die unbedarften Frühmenschen mit auf dem Smartphone gespeicherten Videos von Mauerfall, Merkel und Trump zu schocken. Nein.

Auch nur wenige würden deshalb zurück reisen wollen, um beispielsweise wieder überall rauchen zu dürfen, ungestraft weibliche Ärsche zu klatschen oder – dank billiger Aktien – Hauptaktionär von Amazon zu werden. Du würdest? Egal.

Viele wollen deshalb zurück in die Vergangenheit, weil sie Dinge korrigieren wollen, die sie heute bedauern. Aber wirklich durch die Zeit reisen können sie nicht. Daher denken sie aber so, als ob sie es könnten. Und das ist ja das bedauerliche.

Siegfried Sorge, zum Beispiel, denkt ständig darüber nach, wie es wäre, wenn er es geschafft hätte die Formel der Antigravitation zu entdecken, um sich eben nicht von der bulligen Berta für alle Ewigkeiten ins Bett ziehen zu lassen.

Und Judith Juckreiz denkt täglich darüber nach, was hätte alles sein können, wenn sie nicht diese falsche Entscheidung getroffen und den Kammerjäger Klaus Lustau gedatet hätte, der von allen nur „Lausi“ genannt wird. Weiter lesen…

Was demnächst auf uns zukommt (und uns abhanden kommt)

Original image by Birgit Juel Martinsen

Das Sommerloch haben wir schon. Aber das reicht mir noch nicht. Da muss noch mehr weg. Da geht noch was. Irgendwas schlimmes.

Abhanden kommen beispielsweise viele Männer. Oder besser gesagt, ihre Tugenden oder Eigenschaften. Ich erkläre auch gleich wie das gehen soll.

Durch Impfungen werden die Penisse der Männer werden immer kleiner und weicher. Und den Frauen wachsen langsam welche.

Und zwar gleich im gehärtetem Zustand. Komplett mit Eiern.

Und das ist erst der Anfang. Weiter lesen…

Das Interview

4Jahre böses Bloggen

Das Klokain-Kartell als Blog ist heute auf den Tag genau 4 Jahre alt. Zeitgleich habe ich bisher 666 Beiträge verbrochen.

Zu diesem Anlasse führe ich heute ein Interview mit mir selbst durch. Und ich mache es als Quickie, als Schuss, als „Kurzen“ zum schnell hinunter kippen: Weiter lesen…

Wie du dir Respekt verschaffst

Image by Guilhem Vellut *–*

Ich komme wie immer gleich zum Punkt: Leute, die sich Respekt verschafft haben, entziehen sich jeden üblichen Vergleich.

Selbstredend ist dies bei jedem — du ahnst es — anders.

Auch jemand, der ein sicheres und geregeltes Leben hat, kann sich Respekt verschaffen – gern über den Umweg der Bewunderung – indem er kleine Dinge so macht, wie er oder sie es für richtig hält.

Nimm dir nur ein kleines Detail vor. Eines, das dich beschäftigt. Und dann sei konsequent. Deine Sprechweise, die Kleidung, die Haare, der Gang, die Art der Begrüßung, die Gesten oder Geschäftsgebaren. Irgendwas, womit man dich erkennt und was keiner so gut hinkriegt wie du. Und… das mit dem Umgang mit anderen zu tun hat.

Bestimmte Leute werden nicht deshalb respektiert, weil sie reich, gebildet oder eine Hipster-Bartverlängerung aus Affenhaar haben. Weiter lesen…

Regeln sind keine Gesetze, aber sie können dir nützen

Original image by Fatboo of fatboo.com

Als erstes: Du musst dich nur um deine Regel kümmern.

Aber bitte nicht um blödsinnige.

Du kannst neue Regeln aufstellen.

Und du kannst vorhandene zu deinen Gunsten ändern.

Damit Regeln nützlich sind und deinem Vorhaben entgegen kommen, müssen sie im Großen und Ganzen einen gewissen Sinn ergeben.

 

Regeln sind immer in Mode

Im Grunde haben Regeln mehr mit Mode gemeinsam als mit Gesetzen.

Und Mode ist ja auch eine Form der Unterwerfung.

Der englische Begriff fashion victim kommt nicht von ungefähr.

Am besten funtionieren Regeln dann, wenn man sich ihnen freiwillig unterordnet. Frei nach dem Godin’schen Motto „Leute wie wir tun Dinge wie diese.“

 

Regeln sind nun mal keine Vorschriften

Sondern Erkennungs- und Zugehörigkeitsmerkmale. Dann haben wir fast schon so was wie Kultur. Der deutsche Kavalier gibt „der Dame“ immer zuerst die Hand. Da ich kein deutscher Kavalier bin, ist mir das scheiß egal und ich grüße, wer grad‘ vor mir steht. Wenn ein Kerl will, dass ich seine Olle zuerst anfasse, dann soll er sie vorlassen. Weiter lesen…

Warum der Kunde (fast) immer der Dumme ist

Image source: https://www.brother.co.uk/business-solutions/healthcare/pharmacy-technology-memes-frustration

Jemand kauft ein Produkt und hat das Gefühl, dass er verarscht, abgezockt und betrogen wurde. Das kennt man. Und das ist mir auch schon oft genug passiert. Denn ich war ein dummer Kunde. Und zwar schon von vornherein. Ich war bereits dumm, als ich die ebenso dumme Wahl traf, was ich dummes kaufen wollte. Daraus habe ich gelernt.

Danach kaufte ich gezielter, strategischer ein. Das klappt aufgrund fehlender Anbieter nicht immer. Aber in der Hauptsache bin ich mit meinen Käufen und Verträgen in der letzten Zeit verblüffend zufrieden.

Aber eine dauerhafte, lang anhaltende Unzufriedenheit als Kunde ist nichts weiter als dessen Dummheit. Und dumme Menschen bleiben gern dumm.

Diese Tatsache ist beim Konsumieren besonders schmerzhaft, vor allem, wenn man dann das ewige Gejammere von zu recht enttäuschten Kunden hört. Dieses hilflose Jammern, diese geäußerte Kundendummheit, hat einen triftigen Grund: Weiter lesen…

Da fliegt die Kuh: Warum Bullen-Parties so ausgelassen sind

AUSSCHNITT ORIGINALBILD VON JURI „JK“ KNAUTH

Eines weiß ich aus Beobachtungen schon seit Jahrzehnten:

Wenn du eine gute Party haben willst, dann lade mindestens einen Polizisten ein. Natürlich privat.

Und warum?

Die können richtig gut feiern.

Die lassen nichts aus.

Und man könnte den Eindruck gewinnen, es wären nette Typen.

Bis sie nüchtern wieder dein Motorrad befingern wollen, die Lustmolche.

Selber habe ich nie einen Polizisten als Party-Gast da gehabt. Zumindest nicht freiwillig. Der Grund ist, dass ich Bullen nicht leiden kann.

Meine Gäste können die auch nicht leiden. Gekommen sind die Bullen trotzdem, nur nicht zum feiern. Weiter lesen…

Entkorke deine Kreativität

The right side up image by J. K. (Junda JK.)

Wie armselig wäre es, wenn du kreativ sein könntest, aber nicht darfst?

Es wäre gewollt armselig. Egal, wer das so ‚gewollt‘ hätte.

Oder wie armselig wäre es, wenn du nicht glaubst, kreativ zu sein, weil man dir das so beigebracht hat?

Es wäre gelernt armselig.

Oder wie armselig wäre es, wenn du davon überzeugt bist, von ‚Kreativität‘ nicht leben zu können?

Es wäre wortwörtlich armselig.

In jedem Fall wäre es armselig und damit geistige Armut.

Und weil im Geiste alles anfängt, kann man von diesem Mangelzustand keine Lösungen für irgendwas erwarten.

Damit diese geistige und damit auch reale Mittellosigkeit endlich mal verschwindet, habe ich ein brutales wie radikales Gegenmittel: Weiter lesen…

Es reicht, wenn alle Agenten die gleichen Initialen haben

Image by Phil Guest of The Mediatwin Blog

Jack Bauer, Jack Bristow, Jason Bourne, John Brook und natürlich der ausgewichste und äußerst umtriebige Russenspitzel Jladimir Butin.

Ist das Zufall?

Werden die alle heimlich von Jim Beam gesponsort?

Nein, das ist wohl eher eine Art Erinnerung ans Original: James Bond.

Aber welcher James Bond ist jetzt nun wieder der originale? Sean Connery war offiziell der erste. Dave Evans war auch der erste Sänger bei AC/DC.

Und seit Daniel Craig wird uns erzählt, dass James Bond der Figur aus dem Buch von Ian Flemming möglichst der Buchvorlage entsprechen soll.

Einem Buch, das keine Sau liest. Denn darin ist Bond nicht lustig.

Sondern alkoholkrank, deprimiert, ausgelaugt, getrieben, gestresst, genervt, grimmig, mürrisch und genauso langweilig wie alle anderen geheimen Kollegen aus all den anderen Geheimagentenfilmen auch. Die sind im Großen und Ganzen wie meine Nachbarn.

Ich will aber keine Nachbarn sehen. Weiter lesen…