Wahrheiten, die nichts bringen

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Wenn du richtig Geld hast, ist es überall schön.

Wenn die Straßen leer sind, fährt es sich besser.

Wenn du Beziehungen hast, musst du sie pflegen.

Wenn du diesen Job hättest, dann hättest du mehr Geld.

Wenn du richtig einen gesoffen hast, ist jede Frau schön.

Wenn du keine Sorgen hast, dann ist die Welt ein Ponyhof.

Wenn du reichlich gegessen hast, schläfst du immer tief und fest.

Wenn du diesen Job nicht hättest, dann hättest du weniger Stress.

Wenn die Alte und die Kinder nicht wären, dann hättest du mehr Zeit.

Wenn du woanders wohnen würdest, dann hättest du andere Nachbarn.

 

Glaub‘ mir, alles davon ist wahr. Es ist genauso wahr, wie der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Wahr, aber für die meisten unter uns wenig relevant. Daher bringt es für den Alltag nichts, diese Wahrheiten zu wissen.

Besser ist es, zu wissen, welche alltäglichen Wahrheiten man ändern will und welche davon man ändern könnte. Von denen gibt es auch genug. Dort anzusetzen, das bringt es. Selbst dann, wenn deine eigene Wahrheit (noch) von denen der meisten Leute abweicht.

Wenn dir ein paar Wahrheiten nicht gefallen, dann kümmere dich nicht weiter um sie. Wenn du aber was wahr haben willst, dass noch nicht wahr ist, dann mache, dass es wahr wird.

Ob du es schaffst, das steht auf einem anderen Blatt und ist auch nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass du es gewagt hast. Du glaubst mir nicht? Dann frag irgend einen Alten. — Noch schnell, vor der Beerdigung.