Fressen a-la Ratte

Wirklich orientierungslos ist jemand, der sich von anderen sagen lässt, was er zu machen und wie er zu leben hat. So jemand ist maximal so zielorientiert wie eine hungernde Ratte in einer Schlangengrube. Sie findet darin kaum die richtige Nahrung.

In jeder Richtung, in der sie getrieben wird, wartet schon die nächste Natter. Für diese ist sie der Snack für zwischendurch.

Sei denn unsere Ratte besinnt sich und entscheidet, da sie ja schon ohnehin umher rennt, alle Schlangen kurz hintereinander in den Schwanz zu beißen. Und die Schlangen fangen an sich gegenseitig attackieren. Dann kann die Flucht gelingen.

Es ist dann eine Flucht in unbekanntes Terrain. Die Ratte betritt Neuland und ist auf sich gestellt. Aber sie könnte Nahrung finden. Oder andere Ratten helfen und aufgrund ihrer Erfahrung anführen.

Wenn die Ratten sich zusammen rotten, dann haben einerseits die Schlangen nicht mehr viel zu fressen, außer sich selbst. Und die Ratten finden jetzt Futter, denn eine Ratte weiß immer, wo es was zu fressen gibt. Sie machen jetzt ihr eigenes Ding.

Jeder, der sich in Deutschland nach Veränderung sehnt oder von der Gesellschaft die Faxen dicke hat, ist in gewisser Weise wie die Ratte. (Die Ratte ist hier der Macher.)