Wie ein Kaff in der Wüste

Man kann sich einen abbrechen, schauen, wie andere scheinbar mühelos etwas funktionierendes aufbauen. Aber nach einiger Zeit merkt man beim eigenen Vorhaben, dass man eine Investitionsruine geschaffen hat. Lebenszeit, Geld, Nerven, der gute Ruf, Beziehungen… alles dahin. Nur wo ist es hin?

Ich selber würde keinen Finger krumm machen für eine Sache, von der ich nicht mehr überzeugt wäre, dass sie sich noch lohnen würde. Du vielleicht?

Also, um Verbitterung und damit langfristig irreparable mentale Schäden zu vermeiden, sollte man an einem gewissen Punkt sagen: Schluß jetzt! Wenn nicht, dann machst du blind weiter, und zwar so lange, bist du alles und jeden laut grunzend mit dem Stock verjagst, dass sich auf 10 Meter deinem Rasen nähert.

Wo liegt der nun Hund begraben?

Wenn eine erwartete Form von Erfolg ausbleibt, dann sollte man genauer hinschauen. Und wenn es geht, mit offenen Augen. Ich zum Beispiel will nicht nur wissen, wo der Hund begraben liegt – wobei ich lange suchen kann, falls es diesen toten Köter überhaupt gibt. Sondern ich will wissen, in welcher Form sich Veränderungen zeigen, die auf einen zukünftigen Erfolg hindeuten.

Fakt ist, die Umsetzung von Plänen braucht viel Zeit und damit extreme Ausdauer. Sofern man kein Vermögen, kein riesen Netzwerk oder andere Ressourcen mitbringt, dauert es halt. So paradox es klingt, Erfolg entwickelt sich in der heutigen schnelllebigen Zeit nur noch schleichend. Aber er entwickelt sich. Das Problem: Man kann selber eine Zeit lang noch nichts sehen davon. Mit anderen Worten, man arbeitet lange und viel, aber der große Paukenschlag bleibt aus.

Aber es gibt die Kehrtwende.

Diejenigen, bei denen man sieht, dass sie jetzt Erfolg haben, die haben lange Vorarbeit geleistet. Manchmal auch in anderer Form als jetzt. Und die war nicht immer sichtbar, zumindest für Außenstehende. Einige stecken Geld rein oder instrumentalisieren ihre Beziehungen. Bei denen geht es halt schneller, das ist alles.

Simples Beispiel: Blogs.

Es gibt Blogs, die wenige Monate alt sind und schon regelrecht überrannt werden von Lesern, Gastautoren, Kommentaren und Medienaufmerksamkeit. Die sind ähnlich wie eine prosperierende Großstadt. Während andere, viel ältere Seiten immer noch wie ein Kaff in der Wüste wirken.

Auch Las Vegas war mal ein Kaff in der Wüste.

Bis Bugsy kam, bis dato ein altgedienter Gangster. Er war keiner der bei Null anfing. Allerdings dort, in Las Vegas aber schon. Und er hatte Verluste damit. Vorerst.

Was ich sagen will, man kann ein Vorhaben vorbereiten und einige Zeit später starten. Oder man startet gleich. Man kann auch beides kombinieren. Bei mir habe ich den Blog sofort gestartet. Das Unternehmen wiederum, das Klokain-Kartell bereite ich immer noch vor. Auch mit diesem Blog natürlich. Denn wer meine Weltsicht teilt, für den ist Klokain wie gemacht.

Wie bekommen wir nun eine Ahnung davon, ob sich dein, mein, unser Vorhaben lohnen wird?

Wie oben bereits geschrieben, gibt es Anzeichen, die man Erkennen kann. Nur darf die Sicht nicht verdeckt sein.

Einen kommenden, also möglichen Erfolg kann man erkennen, wenn die innere Sicht frei ist. Frei von unnötigen Sorgen, Ablenkungen, Nichtigkeiten, die nichts mit dem eigentlichen Vorhaben zu tun haben. Erst dann ist man bereit, Lösungen, Korrekturmöglichkeiten und erste Anzeichen von Erfolg zu erkennen. Kannst du das, dann kannst du dran bleiben anstatt nach einem vermeintlich vergrabenen Hund zu suchen.