Das vorübergehende und täuschende Gefühl, einen sicheren Job zu haben wird eingetauscht gegen wachsende Furcht vor Bestrafung (Kündigung, Mobbing, Versetzung, Isolation). Man macht, was einem gesagt wird, sonst droht Ungemach. Diese Furcht treibt die Leute an, für jemand anderen und unter deren Fuchtel zu arbeiten.

Unsere (o.k., nicht meine und nicht deine) Leistungsgesellschaft wird von permanenter Furcht angetrieben. Und 95% davon ist sowieso unbegründet, aber da. Den Rest erledigen kleine Belohnungen. Das reicht, um das System aufrecht zu erhalten.

Mit ‚Zuckerbrot und Peitsche‘ kann man hervorragend Konformisten erziehen.

Aber. Furcht treibt auch Freidenker, Künstler und Entrepreneure an. Alles Nonkonformisten und alles andere als Jasager.

Die Furcht wird von denen (auch von mir) allerdings missbraucht. Und zwar als Energielieferant, als Start-Booster sozusagen. Mit Worten ist das schlecht erklärbar, aber es funktioniert. Denn während des Verbrennungsprozesses wird wie durch Hexerei aus Furcht Lust.

Jetzt klingt der erste Absatz in diesem Beitrag so:

Das vorübergehende und täuschende Gefühl von Unsicherheit durch Eigeninitiative wird eingetauscht gegen permanente Zuversicht aufgrund gelöster Probleme (Einfluss, Wertschaffung, Bedeutung, Beziehungen). Hier treibt die Furcht die Leute nicht vor sich her. Sie wird eingefüllt, wie Benzin in einem Motor. Dort kann sie dann von dir kontrolliert und vor allem produktiv verbrennen.