Planeritis

Es gibt Leute, die machen einen Plan, um einen Plan zu machen, wie man etwas planbares planen kann, um dann einen Plan auszuführen. Diese Leute sind verplant. Und zwar planmäßig.

Einige merken das und aus der Not heraus versuchen sie dann (wieder planerisch) gegen zu planen. Nur damit werden die Planvorgaben nie erfüllt. Da hilft nur noch eine Abdeckplane oder für besonders hartnäckigen Fälle die Planierraupe.

Da in Deutschland (auch Planet Plan oder Planplanet genannt) erklärt werden muss, was demnächst geschehen wird, kommt man um diese ganze Planerei nicht herum. Plakativ ausgedrückt, Pläne gibt es hier, wie Plankton im Pazifik. Plus Probleme.

Plaudern wir über Problemvermeidung. In Wahrheit sind viele Pläne Plazebos, also scheinbare Plaketten für Sicherheit, als ob damit alles wie geplant ablaufen würde und mögliche Probleme vermieden werden. Das klingt plausibel. Aber dieser Post ist ein Plödoyer für die Unplanbarkeit. Denn Pläne sind manchmal wie eine plärrende Platte mit Sprung, weil man immer wieder das falsche wiederholt, um endlich was richtig zumachen. Oftmals sind Pläne nur Plagiate von Plagen.

Schon Platon – mit Sicherheit kein Playboy – wusste: „Der Fehler begleitet den Menschen.“

Du kannst in Playa de Palma am Strand liegen und während dessen einen besseren Plan ausführen als der penible Planer im Planbüro. Oder plastischer ausgedrückt:

„Der Tugendhafte begnügt sich, von dem zu träumen, was der Böse im Leben verwirklicht.“ (Wieder Platon.)