Wie man Kinder am besten das rauchen und trinken beibringt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man Menschen an den Genuss (des Lebens) heranführen kann. Aber am günstigsten ist dafür immer noch die Schulzeit. Da sind die heranreifenden jungen Menschen im besten Lernalter. Und sie sind neugierig und vor allem formbar.

Fakt ist, man kann nicht alles gleichzeitig angehen. Und man muss investieren. Besser, investieren lassen.

Hier nun ein paar Tips, damit Nikotin und Alkohol nicht nur eine vorübergehende Randerscheinung, sondern zum dauerhaft festen Bestandteil der normalen Lebensführung Ihres Kindes werden. Denn, ist erst einmal das geschafft, so besteht sogar die reale Chance, dass Rauchen und Trinken zum zentralen Lebensinhalt werden. Idealerweise beides gleichzeitig.

Das naheliegendste ist natürlich, es den Kindern vor zu leben. Falls Sie aber selber weder rauchen noch trinken, müssen Sie nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. In diesem Fall überlassen Sie es einfach anderen. Lagern Sie es doch aus.

Wie eingangs bereits beschrieben, befinden sich junge Leute hauptsächlich in Bildungseinrichtungen. Dort ist das Rauchen und Trinken natürlich nicht gestattet, weil es Rauch- und Alkoholfreie Zonen sind. Die sind genauso abstinent, wie der Kreml und das Weiße Haus Horte des Friedens und der Völkerverständigung sind. Also keine Panik, das wird schon noch. Denn was offiziell verboten ist, schmeckt bekanntlich besonders gut.

Der beste Weg ist – wenig überraschend – äußerer Druck, das heißt Druck von Oben. Damit meine ich nicht die Sorte Druck à la ‚Ihr müsst jetzt rauchen‘. Denn kann raucht kaum ein Schwein mehr. Das muss umgekehrt, besser indirekt angegangen werden. Durch genug Stress. Wer nämlich Stress hat, der will ihn schnell wieder abbauen.

Der Stress, der entsteht, um den Leistungsdruck stand zu halten, ist schon die Halbe Miete. So als Daumenregel kann man sagen, dass die Anforderungen proportional zu den Alkohol- und Tabaksteuern steigen. Dazu kommt Propaganda von linientreuen Lehrern und staatlich gehätschelten Vertretern aus der Wirtschaft. Letztere haben einen exklusiven und direkten Zugang zu Ihren Kindern, der sogar exklusiver ist, als der den Sie zuweilen als Eltern haben.

Daraus folgt, dass Anpassung an externe Vorgaben (von ‚oben‘) nicht nur frühzeitig geplant, sondern subtil angedroht werden.

Der Sklaventreiber (oder Arbeitgeber) kommt direkt ins Klassenzimmer und der Lehrer guckt fröhlich zu, wie ein Kuhbauer wenn ihn der Metzger besucht. Dies symbolisiert den drohenden „Ernst des Lebens“. Das ist das Herannahen einer Maschinerie, die jegliche Kreativität und Persönlichkeit erstickt. Kinder ahnen das unterbewusst, sie wissen, dass es kein Entkommen gibt.

Und wenn es keine wirklichen Perspektiven außer als Rädchen in der großen Maschine samt Leistungsdruck und fraglicher Rente gibt und man das Gefühl hat, dass eine Selbstverwirklichung als Abweichler vom System ausgeschlossen ist, dann braucht man ein Ventil. Und der Klassiker sind Qualm und Alk.

Da vor allem öffentliches Rauchen immer weniger geduldet wird, gibt es – je nach Dringlichkeit – auch coole moderne Alternativen wie beispielsweise Gaming oder Amoklaufen.

Versuchen Sie alles, um ihre kleinen das Leben schwer zu machen, sagen Sie ihnen, dass sie funktionieren müssen. Liebe gibt’s halt nicht umsonst. Genauso wenig wie Schnaps und Zigaretten.

/ironie