Wenn Sie sich auf das wesentliche konzentrieren wollen, dann vermeiden Sie bestimmt alles überflüssige. Allerdings wird diese alte (aber sehr aktuelle) Weisheit immer wieder missachtet. Manchmal von mir. Manchmal von uns allen.

Das gelegentliche Übel daran ist, dass wir uns – anstelle mit Nichtigkeiten – jetzt mit dem Fernhalten von Nichtigkeiten beschäftigen. Nichtigkeiten sind sogar dann vor Ort, wenn sie gar nicht da sind..

Falls Sie nicht selber betroffen sind, dann kennen Sie bestimmt Leute, die mit ihrem eigenen Business viel über das Internet arbeiten. Da diese Form der Arbeit sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, stört jede zusätzliche Beschäftigung.

Der Betreiber eines Online-Angebotes hört von SEO (Suchmaschinenoptimierung), von Statistiken, Konversationsraten, Schlüsselwörter, Wortmarken und von der Dringlichkeit, sich viele Domainnamen registrieren zu lassen. Erst wenn er das alles macht oder erledigt hat, dann kann er sich um die eigentliche Sache, sein Web-basiertes Geschäft, kümmern.

Er kann gute Zahlen vorlegen und er kann sich gegen alles und jeden absichern, aber er kann gleichzeitig den Fokus auf das verlieren, für was oder wen er es macht. – Sofern er was für jemanden macht. Das ist der, den er ansprechen will.

Leider spricht er jetzt Programme an, passt sich Regeln an und betet Zahlen an. Alles so unnütz, überflüssig und gleichmäßig verteilt, wie der Staub von Haushälterin Berta.

Wenn man sich besinnt und sich wirklich nur auf das konzentriert, zum Beispiel auf den Kern des Geschäftes mit dem man die Kunden anspricht, dann…   Achtung, jetzt kommt’s…   fällt alles andere, all der oben genannte Firlefanz unter ferner liefen, oder – noch besser – weg.

Man kann weder gestört noch kopiert oder beraubt werden, wenn man seine Leute für sich gewinnt. Man braucht weder 100 Domains in aller Welt noch 26½ Patente und Marketing- oder Designagenturen, um Bewegung ins eigene Business zu bringen. Sicherlich wird das Onlinebusiness in dieser leichten Ausführung etwas länger brauchen. (Genau. – Ich spreche hier aus Erfahrung.)

Dafür entwickelt es sich organisch, besser einschätzbar und ohne jeden Ballast, auch wenn dieser „nur“ digital ist.

Wenn die (digitale) Welt immer komplizierter, unübersichtlicher aber auch für jeden einfacher zugänglicher (und damit turbulenter) wird, dann heißt das nicht, das man da mithalten und überall mitspielen sollte.

Am besten ignorieren wir alles und jeden so gut wie es geht und wenden uns fast religiös denen zu, denen wir was bieten wollen (und dann auch können). So bringen wir schlicht und einfach unser Ziel bereits jetzt schon näher. Diese ‚Ignoranz‘ ist das Gegenteil von Aufschieben.