Als ich noch im Kindergarten war, da nannten wir alte und behäbige Autos abwertend „Obstautos„. Einige der damaligen Obsthändler fuhren mit derartigen Maschinen, die aus heutiger Sicht eher geräumige Gehhilfen aus Blech waren.

Uns ging es weniger um Obst, sondern um das Lebensgefühl, dass sie uns vermittelten.

Damals waren es zudem oft Zweitakter, die komisch klangen. Die wirkten wie jemand, der eine quäkige Stimme hat.

Im letzten Jahrzehnt kamen Fahrzeuge auf den Markt, die wie Obstautos aussehen, aber technisch umso stärker waren. Erfolgreich sind diese Vehikel durchaus. Aber das heißt nicht, dass sie exakt nur so aussehen müssen, um sich gut zu verkaufen. Auch der neue Smart wirkt in meinen Augen deutlich altbackener als sein Vorgänger. Leider sehen die Alternativen nicht viel anders aus.

Bei vielen Produkten, insbesondere technischer Art (bei Autos fällt es mir besonders auf), würde es wirklich Sinn machen, mal ernsthaft Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Das wäre mal eine willkommene Abwechslung zu den Möhren und Gurken, die man langsam über ist, weil sie designtechnisch schon überzüchtet wirken.