Wie man Idioten abschreckt

Falls Sie es mit lästigen Zeitgenossen zu tun haben, dann sind Sie der realen Gefahr ausgesetzt, in deren Misere mit hineingezogen zu werden. Schrecken Sie jene vorbeugend ab. – Umso mehr, wenn Sie ein Geschäft aufbauen wollen.

Idioten sind Leute, die einem zur Last fallen oder Schaden zufügen (unnötige Kosten/Aufwände verursachen, den Ruf schädigen, bremsend-verderbend wirken, aufdringlich sind und Konflikte aufzwingen), weil sie nicht anders können. Aber Sie können anders.

Idioten sollten sich unwohl in Ihrer Nähe fühlen. Und das muss vollautomatisch funktionieren. Am besten ohne, dass Sie selber was von einem sich herannahenden Idioten bemerken. Das heißt, er muss schon von weitem (oder lange vorher) erkennen, dass er sich definitiv unwohl fühlen wird.

Sie können ein Image aufbauen, dass nur bestimmte Menschen anspricht, aber genauso andere abschreckt. Das bedeutet, falls sich niemand über sie aufregt, dann machen Sie garantiert irgendwas falsch. Polarisieren Sie mit dem, was Sie tun. Provozieren Sie die Idioten auf clevere Art oder regen Sie sie auf, dann sind Sie sie los. Indirekt.

Der eine „Pol“ wird abgestoßen, der andere angezogen. Eine klare Ausrichtung zugunsten der einen (Ihrer) Klientel, lässt die andere (unerwünschte) Klientel bei Ihnen alt aussehen. Selbst wenn noch einige Idioten da sein sollten, sie werden von Ihren Leuten verdrängt. Beide schließen sich somit aus.

Sie können von vornherein ein sehr spezielles Produkt kreieren, dass praktisch jeden anwidert — außer Ihre Leute, weil die es lieben. Das hat an sich einen positiven Effekt, weil bestimmte Kundschaft oder Fangruppen schrecken ihrerseits schon potentielle Idioten ab. (Siehe oben.)

Sie sagen somit auf sehr effektive Art: Was wir machen (oder anbieten) ist nicht für jeden, weil zu teuer, zu unbequem, zu stressig, zu unheimlich, zu ängstigend, zu böse. Andere wollen genau das.

Es gibt aber auch besonders hartnäckige Idioten. Diese sind zwar immer noch lästig, aber leicht zu managen. Das ist der Typ, der sich einen elektrischen Rasenmäher kauft, dann bei Regen Rasen mäht und sich beschwert, dass er einen Stromschlag bekommen hat. (Als ob es der erste wäre.)

Oder der sich nach ewig langem Hin und Her mit dem Händler einen sehr teuren Sportwagen mit Rabatt kauft und sich beschwert, weil jetzt sein Rücken weh tut und er plötzlich Tinnitus hat. Oder seine Frau ihren fetten Arsch nicht reinkriegt. – Hier mein Tip: Haben Sie Ihren Spaß und zeigen Sie ihm genüsslich die Betriebsanleitung oder zur Weiterbildung einen Eintrag in Wikipedia.

Einen hab ich noch:

Ein Bekannter von mir hat die Zahl „13“ mit Totenkopf in Glanz-Rot auf Mattschwarz dick auf die Türen seines Autos lackiert. Er wurde bei einer Verkehrskontrolle (wie andere Fahrzeuge ebenfalls) angehalten und doch plötzlich schnell wieder durchgewinkt. Von anderen wird er angewinkt (gegrüßt). Lag es an der 13? Ich weiß es nicht. Aber Sie wissen hoffentlich, was ich meine.