Die Funktionärsmonarchie

Jean-Claude Juncker (nicht Van Damme), eine Mischung aus Bernie Ecclestone, Erich Mielke und Rumpelstilzchen, hat es fast geschafft. Er ist kurz vor dem eigentlichen Ziel. Jenes bedeutet, dass wir endgültig am Arsch sind, weil es dann kein Zurück mehr gibt. Sagt er lustigerweise selbst.

Ein paar Spitzenfunktionäre (hohe Beamte) kappeln sich um den Posten des EU-Ratspräsidenten [Korrektur: Es muss „Kommissionspräsidenten“ heißen.], einen bequemen Bürojob in Brüssel für Machtgeile Soziopathen. Dort angelangt würden jene gern alles noch komplizierter machen als es ohnehin schon ist. Denn Verwirrung stiften bedeutet Macht.

Der Job ist begehrt, mit einer fetten Pension gut abgesichert und natürlich interessenbedingt, wessen auch immer.

Aber, David Cameron, neuerdings eine Art Edmund Stoiber auf Englisch, der nur geschickter verhandeln kann, droht Mutti, aus der EU auszutreten, falls sie diesen Jean-Claude zum neuen Präsi werden lässt.

Nicht nur er, David, würde austreten, sondern gar das gesamte Vereinigte Königreich gleich mit. Das wären dann England, die Queen, Wales, Nordirland und (eventuell vorübergehend auch) Schottland.

Warum dieses Gezauder? Das Beste, was U.K. passieren kann, ist eben ein sofortiger Austritt. (Nettozahler, US-Bindung, eine Wirtschaft ähnlich die der Schweiz etc.)

Dann gäbe es 3 Szenarien. Das erste wäre der Anfang von Ende der EU. (Empfehlung: Popcorn kaufen.)

Das zweite Szenario wäre, die EU, also Jean-Claude, macht ohne U.K. weiter wie bisher, nur noch schlimmer. Dann, wenn der Hooligan aus London endlich weg ist, wird Ordnung, also Jean-Claude endlich wie ein Monarch herrschen. (Empfehlung: Nach England auswandern, solange die ‚Grenzen‘ noch offen sind.)

Das dritte Szenario wäre ein fauler Kompromiss. Mutti gibt den David ein dickes Zugeständnis, Erleichterungen, noch mehr Sonderrechte, einen Präsentkorb oder Schleswig-Holstein. (Empfehlung: Aspirin kaufen, solange es für Deutsche noch bezahlbar ist.)

Egal, wie es weiter geht, es wird auf jeden Fall paradiesisch. Die Frage ist nur für wen.