Augen auf und Nachbrenner einschalten

Ein Musiker oder eine Band hat zum ersten Mal eine Chartplatzierung. Ein Handwerksbetrieb hat seinen ersten Großauftrag. Und ein Freiberufler ergattert sein erstes Prestigeprojekt. Das wars dann.

Die Eintagsfliegen, die One-Hit-Wonder und Einmalaufträge sind bei jemanden, der ambitioniert genug ist nichts besonderes, sondern eher die Regel. Wenn man denkt, dass dann das Geschäft, die Sause immer so weitergeht, oder sich sogar noch steigert, wie viele denken, der mag vielleicht richtig liegen. Viel wahrscheinlicher riskiert man mit dieser Sichtweise die Zukunft seines Vorhabens.

Man kann seine Machart beibehalten, um den Erfolg beizubehalten. Allerdings ist dies eine passive, bequeme und sicherheitsbetonte Herangehensweise, die die notwenige Entwicklung bereits im Anfangsstadium ausbremsen kann.

Sicherer ist die nicht-sicherheitsbetonte Variante: Nach dem ersten Erfolg geht die eigentliche Arbeit los. Um wiederholen zu können, was funktioniert, dient der erste Erfolg als zusätzlicher Treibstoff wie für einen Nachbrenner. Oder eine neue Stufe, die wie bei einer Rakete gezündet wird. Oder als Ressource, die man in die Wagschale legt.

Nach dem ersten Erfolg ist die Ausgangsposition definitv eine andere, eine bessere, aber in seiner Form auch anspruchsvollere und schwierigere. Das Hindernis, die Hürde sieht diesmal anders aus, aber sie ist da – nur jetzt in neuer Form. Halten Sie aus diesem Grund langfristig die Augen auf.