Wen kann man noch vertrauen?

Die Zahl der Personen oder Unternehmen oder Gruppen, denen wir unser Vertrauen schenken, ist stark begrenzt. Wenn überhaupt. Und besserung scheint nicht in Sicht.

Ohne Vertrauen bekommt man aber nichts auf die Reihe was irgendwie von Belang wäre. Wem können wir vertrauen? Ihnen. Sie sind der jenige. Trauen und demzufolge vertrauen Sie sich als allerersten. Dann leben Sie dieses Prinzip, egal wie (wenig) vertrauenswürdig andere dabei noch sind.

Es fängt immer bei uns an. Wir wagen und entscheiden bewußt etwas Neues und sind somit täglich Anfänger. Das heißt, wir sollten bei Zeiten (jetzt) damit anfangen so zu sein, wie die Welt in der wir mal leben wollen. Wenn wir nur so tun als ob, dann können Sie sich ausmalen, was sonst passiert.

Stellen Sie sicher, daß niemand, der mit Ihnen zu tun hat, zu schaden kommt und verabreichen Sie Gewinn. Gewöhnen Sie sich an, zu teilen (Zeit, Güter, Erfahrungen etc.). Diese Denkweise – und nicht BWL oder Gier – verhilft zu einem funktionierendem Geschäftsmodell. Bereichern Sie andere, indem Sie klein anfangen. Zum Beispiel durch einen Witz oder indem Sie jemanden mit Ihrem Auto mitnehmen, auch wenn diese Person bequem mit dem Bus oder der Bahn hätte fahren können.

Ob derjenige, den Sie beglücken arm oder reich, erfolglos oder erfolgreich, beliebt oder unbeliebt, schön oder häßlich, gut oder böse ist, spielt für Sie keine keine Rolle. Warum? Sie brauchen Gewöhnung und vor allem Spaß. Denn wenn Sie jemanden wiederwillig bereichern, dann bewirkt es das Gegenteil. Das wäre dann so ein geistiger Yoyo-Effekt. Hintenrum, zum Beispiel, holen Sie es sich wieder zurück. Deshalb scheitern Unternehmer oft, wenn sie Kunden haben, die sie eigentlich nicht abkönnen. (Sei denn man legt es darauf an. Aber das ist eine andere Geschichte.)

Ein dertiges Verhalten, erst einmal angewöhnt (was durchaus Zeit beansprucht), verstärkt mit hoher Wahrscheinlichkeit Ihre eigene Vertrauenswürdigkeit und zieht, nach dem Sie sich selber mehr (ver)trauen, wiederum Leute an, die Ihnen vertrauen. – Gleich und Gleich gesellt sich hier ganz gern.