Vergessen Sie Verträge

Zumindest vorerst. Wenn Sie in Verhandlungen sind, um einen (Wunsch-)Partner zu einer Zusammenarbeit zu bewegen, also einen Vertrag mit Ihnen abzuschließen, dann sollten Sie einen Vertragsabschluß zuallererst vermeiden, besser verhindern.

Wenn Sie es dennoch tun und auf einen Vertrag bestehen, wird jener – falls Sie den Vertragsabschluß überhaupt hinbekommen – nicht gerade zufriedenstellend für Sie sein.

Sie bekommen Ihren Wuschvertrag schon noch. Nur wie? Indem Sie es vergessen, Sie sich nicht mehr um einen Vertrag kümmern. Sie dürfen nicht mal verhandeln. Das macht sowieso erst Sinn, wenn Sie bereits ausreichend Interesse geweckt oder einen Vertragsentwurf auf dem Tisch haben. Vorher nicht.

Um an den oben genannten Punkt zu kommen, tun Sie nur eines: Aufgeilen.

Machen Sie Ihre Gesprächspartner nur richtig geil auf Ihr Projekt. Nichts weiter. Das geht am besten, wenn Sie sich auf den wichtigsten Punkt, Ihren größten Vorteil für Ihre Partner konzentrieren und diesen nur soweit darlegen, bis der Funke übergesprungen ist. Das reicht erstmal.

Bei der nächsten Gelegenheit (oder Frage) feuern Sie die Geilheit weiter an. Das ist wie ein Vorspiel beim Sex. Geilen Sie taktvoll, aber virtuos. Dann gehen Sie einen Schritt zurück und warten ab, was passiert. (Das kann Sekunden, Minuten oder Wochen dauern.)

Somit geben Sie Ihren potentiellen Partnern Gelegenheit, Ihren Vorschlag oder Ihr Konzept untereinander bzw. „intern“ weiteren relevanten Personen nahezubringen. Das gibt denen einerseits Rückhalt und andererseits baut es Projektverständnis und dadurch ein echtes, begründetes Verlangen auf, mit Ihnen – per Vetrag, der seinen Namen auch verdient – ins Geschäft zu kommen.

Damit alles wie hier beschrieben funktioniert, sorgen Sie bitte vorher dafür, daß Ihr Projekt tatsächlich ein echter Gewinn für Ihre zukünftigen Partner sein wird. Es sollte für beide Seiten erfüllend sein.