Grosskapital und Politik sind sich selten einig

Die Überschrift mag einige überraschen oder gar befremden, aber die Uneinigkeit der Mächtigen ist alltägliche Praxis. Einigkeit entsteht höchstens bei vorrübergehend deckungsgleichen Interessen.

Es kommt noch krasser: Das Volk steht den Machteliten in großen Teilen sogar näher als die Blöcke der Machteliten zueinander. Fakt ist, das Volk dient als Spielball der Machteliten und läßt sich das gefallen wie im Krieg. Es ist Meinungsmasse, Markt und Sklavenarmee im Interesse einer wenigen.

Nimmt man nun die Mächtigen als Ganzes, dann entsteht bei mir der Eindruck von Schizophrenie. Das ist, als wenn eine Hand gegen die andere arbeitet, wie zwei Personen in einer. Und keine von denen könne man als „gut“ bezeichnen.

Im Grunde ist es wie innerhalb großer Konzernstrukturen, wo eine Abteilung Feind der anderen ist.

Ingenieure spotten über Designer. Marketer schütteln den Kopf über die Ingenieure. Die Controller meckern über beide. Und die Personaler wundern sich, was oder wen sie da herangezüchtet haben, weisen aber jegliche Schuld von sich oder an den Vorstand, der in erster Linie einfach nur auf Nummer Sicher gehen und möglichst „cool“ sein will. Ziehen die alle an einem Strang? Nein.

Der Industriell-Mediale Komplex, also das Zusammenwirken von Großindustrie und Massenmedien ist da noch verrückter im negativem Sinne, weil hier die Politik für jene als Regulator und Geschäftsführer dient und die Medien Meinung (Propaganda) machen. Ein Beispiel sind die Russland-Sanktionen, gegenüber Wirtschaftsinteressen, gegenüber Rüstungsdeals mit den Saudis etc. etc. – Alles fortwährende Schizophrenie vom Feinsten, die Ressourcen verschlingt.

Wollen Sie sich und diejenigen, die Ihnen lieb und teuer sind, von so einem schizophrenen führen, Ihre Zukunft anvertrauen und letzendlich genauso irre machen lassen? Ich hoffe nicht.

Wir können abschalten, wegklicken, oder noch besser: Selber nachdenken und unsere eigenen Interessen vertreten anstatt die Interessen derer, die uns nur schaden. Regen Sie sich nicht darüber auf. Nehmen Sie es zur Kenntnis und ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse. Seien (oder werden) Sie sich mit Ihren Kunden einig, dann brauchen Sie auf niemanden mehr zu hören. Und wenn Sie noch keine Kunden haben, dann haben Sie die freie Wahl wer es mal sein könnte.