Wenn der Medial-Industrielle Komplex etwas veröffentlicht…

…dann wird von deren Seite garantiert nichts hinterfragt. Mit Journalismus hat das nichts zu tun. Das ist interessensgetriebene Hörigkeit. Wir sehen dann nur junge, glückliche Menschen, die perfekt aussehen und sich ins System einpassen. Das System propagiert sich selbst.

Der Oberbegriff „Deutschlands beliebteste Arbeitgeber“ suggeriert, daß es in Deutschland schön sein muß als Angestellte in Konzernen zu arbeiten. Besonders wenn, wie in den meisten Fällen, ein glänzender Name lockt. Dann sollte man doch froh sein, daß man dort überhaupt arbeiten darf.

Sicherlich würde sich die deutsche Mehrheit ganz gern als stolze Angestellte [bzw. abhängig Beschäftigte] im heroischen Glanz „ihrer“ Weltkonzerne (oder deren Produkte) sonnen, als „Teil des Teams“, als gehirngewaschenes Rädchen im System. [Das ist auch Bequem.]

Hierzulande spielt man gern die vernünftige kleine unbedeutende Nummer in einem groß angesehenen Industrieunternehmen, anstatt was eigenes zu wagen und voller Unvernunft die Gesellschaft voranzubringen.

Etwas positives können Sie dadurch kaum bewirken, denn das überlassen Sie ja anderen. Und der berühmte Name, der auf sie abstrahlt, ist nicht Ihr Baby, sondern das von Ihren Bossen.

Ich sehe es so: Wenn man Porsche als eines der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland darstellt, dann ist es so, als wenn man Syphilis als einer der beliebtesten durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Krankheiten anpreist.