Geld machen wie Onkel Andy

In Deutschland darüber zu sprechen wie viel Geld man verdient is so, als ob man es im US-amerikanischen Frühstücksfernsehen vor laufender Kamera mit der Moderatorin treiben würde.

Jede Gesellschaft hat ihre Tabus über die man nicht spricht. Bei der einen ist es Sex, bei der anderen ist es die Cosa Nostra und bei uns ist es das Geld (verdienen). Und wenn jemand von Geld „machen“ redet (was es ja eigentlich ist), dann ist derjenige zwielichtig, unschicklich oder ein Strolch.

Fakt ist, Sie müssen Geld verdienen, und besonders viel davon in Deutschland. Denn Sie können Ihren Lebensunterhalt, den Fortbestand der Familie oder gar den eines Unternehmens nur dann sichern, wenn Sie laufend genug Geld einnehmen, das heißt Geld machen. Das Land ist teuer.

Also, was soll das Versteckspiel? Ach ja, der Neid. (Aus meiner Sicht ein Fall für den Doktor.)

Nähern wir uns deshalb dem Thema „Geld machen“ mal anders als in diesem Lande üblich.

Wenn das Leben oder dessen Umstände bei jemanden eher unbestimmt sind, dann spricht man häufig von Lebenskunst oder echten Lebenskünstlern. Es ist also künstlerisch. Sogar in Deutschland.

Treiben wir es mal auf die Spitze und lassen den hierzulande immer noch sehr geschätzten und bewunderten Andy Warhol (nicht Bernie Ecclestone, der sieht nur so aus) sprechen:

„Gut im Geschäft zu sein ist die faszinierendste Art Kunst.“ / „Geld verdienen ist Kunst und Arbeiten ist Kunst und gute Geschäfte sind die beste Kunst.“

Hier das englische Original:

„Being good in business is the most fascinating kind of art.“ / „Making money is art and working is art and good business is the best art.“

Noch Fragen?