Um wen geht es eigentlich bei Ihrem Projekt? Um Sie oder um Ihre Kunden? Diese Frage können nur die wenigsten ehrlich beantworten.

Die meisten werden Ihnen sagen, es geht „natürlich“ um die Kunden. Ich sage Ihnen, das ist Blödsinn, weil es unnatürlich wäre.

Meiner Erfahrung nach geht es um einen fairen Austausch unter Ebenbürtigen. Im Idealfall entsteht dadurch eine beidseitige, langfristige und profitable Beziehung auf Augenhöhe.

Wir alle haben Egos, sie sind Teil unserer Natur. Genau diese Egos sind es, die zuerst nach Weltverbesserung schreien. Was dabei herauskommt, ist wieder eine andere Geschichte. Was meinen Sie wohl, welche Übeltäter sich schon als Weltverbesserer gesehen haben….

Egos kann man kontrollieren bevor sie womöglich noch ausarten. Wir Entrepreneure oder Geschäftsleute instrumentalisieren unser Ego, trimmen es, damit wir anderen in würdevoller Form von Nutzen sein können. Solange beide Seiten gleich profitieren (ein z.B. zu großes Ego läßt das nicht zu), dann entsteht eine dauerhaft prosperierende Beziehung. Allerdings, was man als würdevoll erachtet, bestimmt jeder für sich selbst.

Wenn Sie großzügig Ihre eigene Person in die Manege werfen, dann geben Sie etwas hin (oder weg). Das sind Wissen, Ideen, Fantasie, Humor, Attitüde, Inspiration, Privatsphäre, Ihr Ruf, Normalität, Sicherheit, Freunde und Zeit. So oder so, Sie teilen und geben somit etwas von sich hin.

Als moderner Entrepreneur sind Sie Teil Ihrer Kunden. Letztere sind gewissermaßen eine Gruppe von Egos. Sie können sich die Gruppe Aussuchen, welche Ihr Ego auf lange Sicht angehören soll. Dieser Gruppe, so klein sie auch sein mag, geben Sie es hin.