Der Marktbereinigung und der Marktkonzentration entgehen

Die Zahl der Schlachthöfe nimmt weltweit rapide ab. Die Zahl der Fleischkonsumenten nimmt – weltweit gesehen – rapide zu. Genaueres erfahren sie im Fleischatlas. (Ich bin kein Öko, aber was die Fakten angeht, liegen die Verfasser richtig.)

Vor 100 Jahren gab es in den USA über 800 unabhängige einheimische Autohersteller. Heute sind es, wenn man die reinen Tuner (z.B. Roush) und Bausatzanbieter (z.B. FFR) mal wegläßt, so knapp 15. Wovon 99% der Produktion einheimischer Autohersteller auf Ford, Chrysler (FIAT) und „The General“ (GM) entfallen.

Der momentane automobile Rest sind kleine Hersteller, wie Tesla, Fisker (Insolvent), Saleen, Shelby, PanozMosler oder DiMora. – Aber Autos gibt es allein von den einheimischen Herstellern das zigtausendfache wie vor hundert Jahren. Dazu kommen noch die in Amerika in großen Stückzahlen gefertigten Japaner, Koreaner und Deutschen.

Alles, was zu den traditionellen Industrien wie die oben genannten gehört, folgt dem Prinzip der Marktbereinigung. Dabei befinden sich zuerst eine Vielzahl von Anbietern innerhalb der selben Branche. Diese werden aufgrund von Konkurrenzdruck und Zusammenschlüssen (z.B. Fusionen oder Übernahmen) weniger und die Preise werden wegen höherer Effizienz (vorerst) niedriger.

Danach tritt eine Marktkonzentration ein, worin der oben beschriebene Effekt in Richtung Kunde zurückschlägt, indem es zu einem überschaubaren Angebot und im Extremfall zu (versteckt) steigenden Preisen führt.

Wenn jemand in der heutigen Zeit zum Beispiel innerhalb der oben genannten Branchen ein neues Unternehmen gründet, so wird er es schwer haben. Zumindest wird er – um zu bestehen – viel an Kraft, Geld und Schlaf aufopfern müssen. Mit wenig Erfolgswahrscheinlichkeit.

Bei diesen Szenarien wären alternative Entwürfe, basierend auf schrägen, verrückten Ideen von Neugründern gefragt. — Gefragt von Kunden, die es bereits gibt, aber für die es nichts gibt.

Lassen Sie den Monopolisten ihre Monopole. Die haben mit Ihnen nichts zu tun und Sie nichts mit denen. Schaffen Sie sich durch Ihre Kreativität und Ihre Einzigartigkeit Ihr eigenes kleines Monopol, daß bizarr, fern und unbeachtet der großen Dinos prosperiert und gedeiht.

Suchen sie nicht den Markt nach Nischen ab, finden Sie die Extreme sowohl in der Fantasie als auch bei Menschen, denen Sie was geben wollen. Dann verbinden Sie beides. Auch das kostet alles Energie, Schlaf und Nerven. Aber dann haben Sie die reale Aussicht auf einen Markt, der von Anfang an bereinigt und konzentriert ist. Von Ihnen und Ihren Kunden. Da kommt kein Dino rein.