Nur innerhalb einer bestimmten Zeit geben wir unser Bestes. Das ist die Zeit in der wir am aktivsten und am produktivsten sind. Darin haben wir die richtige Gangart. Diese ist der Gegenpol zu unseren Mußestunden und sollte genauso gepflegt werden.

Jeder hat seinen Takt, seine Pace. Der Grund, warum erfolgreiche Formel 1-Piloten wie Sebastian Vettel oder seinerzeit Schu(mi) selbst bei großem Vorsprung ihr Tempo keinesfalls drosselten, ist das unbedingte Beibehalten der persönlichen Gangart.

Sie hätten Benzin, Reifen und Motor schonen können. Taten sie aber nicht. Warum? Sobald man dieses persönliche Tempo nur ein bischen herunterfährt, kommt man aus dem Takt und macht unweigerlich (jedenfalls häufiger) Fehler. Man verläßt sein Optimum und ist nicht mehr voll bei der Sache.

Noch fataler: Man kommt nur schwer wieder hinein in dieses Tempo, in diese Harmonie seiner Fähigkeiten, in denen man auf besondere Weise ganz sich selbst ist. Je länger man raus ist, desto schwieriger wird es, wieder in Schwung zu kommen. Fragen Sie Schu.

Dasselbe gilt für das eigene Business, das Leben des Entrepreneurs. Hier wird weniger das Tempo direkt gedrosselt, sondern die eigentliche Drosselung indirekt durch Ablenkungen bewirkt. Vielleicht, weil das eigene Geschäft zu langweilig (oder zu anstrengend) ist oder die eigene Person vielleicht zuwenig (oder zuviel) Aufmerksamkeit bekommt.

Entrepreneur zu sein ist eine Lebensaufgabe. Wenn man sein Tempo, und damit seinen Schwung ein Leben lang aufrecht erhalten will, dann sollte man früh herausfinden, wie das eigene Geschäftsmodell so ausgerichtet werden kann, das Ablenkungen, Hindernisse und unproduktive Verlockungen keine allzu große Chance haben.