Wie Sie mit Erfolg Ihr eigenes Ding drehen

Bevor Sie irgend etwas planen, in die Wege leiten oder gründen, lernen Sie sich selbst richtig kennen und vergessen Sie, was alle anderen machen. Sie sind nicht alle anderen.

Jetzt geht es erst einmal darum, Ihre Interessen auszuloten, also wie Sie Dinge für andere tun können, die Sie interessieren. Sie werden feststellen, daß Sie viele Interessen haben. Spielen Sie mehrere Interessenskombinationen gedanklich durch. Genau das, was Ihnen hier besonders leicht fällt, sollten Sie weiter entwickeln.

[Später, wenn Sie Ihre Ideen umsetzen, werden Sie merken, dass es naturgemäß immer schwerer wird je näher der Erfolg kommt. Gleichzeitig läßt Ihre anfängliche Begeisterung nach. An diesem Punkt hilft es, wenn Ihr Vorhaben relativ leicht ist, damit Sie über diesen Punkt hinweg kommen (an dem bereits viele aufgegeben haben).]

Mit Ihren Interessen und Ideen im Kopf suchen Sie sich als erste Handlung Ihre Kunden (auch Fans, Leser, Publikum, Anhänger, Unterstützer oder „Zielgruppe“ bzw. „Markt“) sprichwörtlich aus. Erst dann entwickeln Sie für genau diese Lieblingskunden ein maßgeschneidertes Produkt oder einen Service (oder beides). Und dann das eventuelle Unternehmen. Seien Sie kreativ.

Ihre besten potentiellen Kunden sind die, die Ihnen womöglich ähnlich sind, Ihre Interessen teilen und vor allem sehr speziell sind. Extrem speziell sogar! Schielen Sie nicht auf Masse oder darauf, Ihr Angebot zu verwässern, nur um es allen recht zu machen.

Entziehen Sie sich von vornherein dem Einheitsbrei der Mittelmäßigkeit. Bleiben Sie speziell. Und mit „speziell“ meine ich schräg, auffallend, provokant, unüblich, aneckend, aufmüpfig…. Schockieren Sie (im positivem Sinne) mit Ihrem Produkt oder Service. Schießen Sie den Bock! Überraschen Sie!

Wenn Sie dann bereits einige Kunden gewonnen haben, dann haben Sie Ihr Ding, Ihr Startup oder Ihren „Verein“ oder Ihre Gang. Begegnen Sie Ihren Kunden mit Respekt, weil Sie etwas Besonderes sind. Miesmacher (schwierige „Kunden“) sind nicht Ihre Kunden und beanspruchen zuviele Energien und Ressourcen, die Sie besser für Ihre guten Kunden verwenden sollten. Beißen Sie diese Dauerbeschwerer einfach weg, schmeißen Sie sie raus. Sei denn, Sie wollen sich bewusst auf Miesepeter spezialisieren. (Aber das ist ein eigenes Thema.)

Haben Sie Ihre Kunden, dann bleibt auch das (finanzielle) Risiko sehr überschaubar. Sie brauchen weniger Kapital und finden leichter Partner für ihr Startup, weil diese sehen, dass Geschäftspotential vorhanden ist. Gleichzeitig können Sie professioneller agieren, also Profis oder Experten beauftragen, für das, was Sie nicht selber können. Hier macht es sich dann bezahlt, dass Sie Ihr Startup leicht und einfach gehalten haben. Es lässt sich einfacher organisieren ohne sich zu verzetteln. Sie haben schlichtweg weniger Stress. [Obwohl Sie immer noch genug Stress haben werden.]

Noch bevor Sie gründen, überlegen Sie sich genau, wie Sie Verwaltungsaufwand und Bürokratie so weit wie möglich aus Ihrer Organisation heraus halten. Organisieren Sie alles um solche Hürden herum und minimieren Sie juristische Fragen. Seien wieder kreativ. Die Bürokratie, die Sie nicht umgehen können (wir sind ja in Deutschland), die lagern Sie aus.

Was übrig bleibt ist ein solides Geschäftskonzept mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit, was für Sie Sinn macht und Ihren Kunden einen absoluten Mehrwert bieten wird.

Kurz: Erst Kunden finden, dann Produkt entwickeln und dann mit minimiertem Konzept starten. Tip: Produkt und Unternehmen sind idealerweise ein und dasselbe.