Für Gekkos: Wenn Sie richtig Reibach machen wollen, dann tätigen Sie besser Termingeschäfte

Wer ausschließlich am Geld interessiert ist, der sollte vielleicht das tun, was in der Überschrift steht. Dazu empfehle ich den Klassiker: Erdöl. Gehen Sie daher schnell an die Börse und lesen Sie diesen Beitrag nicht weiter.

Gut, jetzt sind wir wieder unter uns. Einigen Leuten kann man es nicht ausreden, aber die Gier nach dem schnellen Geld ist eben da. Und allgegenwärtig.

Wenn man die Wirtschaftspresse liest oder News aus „der Wirtschaft“ im TV bzw. im Web sieht, geht es zu einem großen Teil nur um die Börse und deren Kurssprünge im Millisekundentakt. Dabei machen Investitionen nur langfrisstig Sinn. Damit meine ich Jahrzehnte und keine Haltedauer von Optionen wie bei heißen Kartoffeln, wie sie heute üblich sind.

Wer dort keine schnellen Erfolge verbuchen kann, der Betrügt dann eben.

Zu weit verbreitet ist leider immer noch das „moderne“ Märchen vom erfolgreichen Abzocker a-la Gordon Gekko. Ja, Gekkos gibt es auch in echt. Im speziellen Zoo, hinter Gittern. Fragen Sie Bernie Madoff. (Der freut sich bestimmt auf Ihren Besuch! Der hat außer seinen Anwalt praktisch keine Freunde mehr.) Andere Gekkos, wie Markus Frick bereichern womöglich bald die Artenvielfalt im Gekko-Zoo.

Man muß sich vom verbreiteten Schnelle-Kohle-Denken lösen. Selbst wenn Sie wirklich sehr schnell Geld machen sollten (was in einigen Fällen möglich ist), dann ist dieses Geld mindestens genauso schnell wieder weg. Daher das biblische Sprichwort „Wie gewonnen, so zerronnen“.

Dubioses Handeln erlaubt darüber hinaus kein kreatives Denken mehr, weil man sich selbst blockiert. Man muß ständig ein Lügengebäude aufrecht erhalten und sich sowohl vor anderen Betrügern als auch Betrogenen in Acht nehmen. Das ist ungefähr so angenehm, wie das Leben in einer Schlangengrube.

Bleiben Sie sauber. Setzen Sie ihre Kreativität ein. Sie gehört bereits Ihnen.