Der Ritt auf der Abrissbirne

Neue Marktteilnehmer haben es bekanntlich schwer, da die Gesetze nur Großkonzernen nützen. Und die Gerhirnwäsche (Bildung) bringt unzählige BWLer und Juristen hervor. Man scheint nichts anderes mehr zu brauchen, als sogenannte „Smarte“. Das ist systemtreue Ego-Wirtschaft.

Wenn immer die gleichen Lehren gelehrt werden und immer die gleichen Karrieren angestrebt werden, dann kann sich die Gesellschaft nicht mehr erneuern. Es kommt zum Stillstand.

Vom Industriell-Medialen Komplex werden Exporterfolge gefeiert und der immer schneller wachsende Wohlstand der Reichen als Segen für alle propagiert. Das ist wie im Krieg: Wenn die Herrscher die Märkte anderer Länder beherrschen wollen, werden zuhause die darunter leidenden Einwohner mit Siegesmeldungen auf Linie gehalten.

Wir leben zum Teil in einer staatlichen Planwirtschaft, die von Leuten aufrecht erhalten wird, die alle in den gleichen Betonkopfschulen gerlernt haben. Wir haben bald den Kommunismus 2.0, dominiert von wenigen Schwerreichen und Finanzkonglomeraten. Unser Wohlergehen liegt in deren Hand.

Wo sich Betonköpfe verschanzt und eingemauert haben, wird es Zeit, metaphorisch mal die Abrißbirne zu schwingen. Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter nannte es Schöpferische Zerstörung. Der Mann war seiner Zeit voraus.

Ich sehe kreative Entrepreneure auch als Outlaws. Wir umgehen Gesetze, die uns im Weg stehen. Auf legale Art.

Eine gesunde Gesellschaft braucht einen gesunden Markt. Unsere Alternative ist immer das Neue. Wir bringen das Neue in die Welt, nicht die Alten. Und wir sind die Zerstörer. Reiten wir die Abrißbirne. Jetzt!

[Edit: Hier ist wohl der Gauck mit mir durchgegangen. Denn ich muß mich korrigieren, weil Schumpeter war von 1939 an bis zu seinem Lebensende offiziell US-Bürger, aber davor war er auch mal Österreicher…   …gewissermaßen der Arnie unter den Ökonomen….]