Auf Business Schools lernt man, wie man auf der Autobahn fährt

Auf der Autobahn fährt man schnell, es wird gedrängelt und „gelichthupt“. Genau wie bei einigen Geschäftsmodellen, wo es heißt: Mehr Geld, mehr PS. Aber komischerweise nehmen sie alle den gleichen Weg bis zur geplanten (oder ungeplanten) Ausfahrt.

So sieht auch das Geschäft derjenigen aus, die ihren MBA oder einen vergleichbaren „Business-Doktor“ absolviert haben. Daran ist auch nichts verkehrt. Nur: Wenn wir deren Methoden anwenden, werden wir da kaum mithalten können. Schlimmer noch, wir stecken mit denen zusammen im Stau mit deren Verfahrensregeln, deren Bürokratie, deren Kosten und deren Verwaltungsaufwand.

Das aber müssen wir auch nicht. Statt dessen können wir alternativ denken, das wiederum heißt, quer zu denken. (Wissenschaftlich auch „Laterales Denken“ genannt.)

Dazu mal ein Beispiel im übertragenden Sinn:

Was wir brauchen, sind echte Offroad-Fähigkeiten (kein Schicke-Tanten-SUV für Boulevard und Autobahn). Da wir hart im Nehmen sind, kommt noch eine gewisse Unempfindlichkeit gegen Dreck dazu. (Den wir abbekommen könnten.) Das ist unbequemes Querfeldein für unbequeme Denker, eben Querdenker. Einfach geradeaus denken kann ja jeder. (Siehe oben.)

Sie können die Autobahn der Großindustrie und der Millionen-Start-Ups mit deren Venture Capitalists links liegen lassen. Denken Sie abseits, so wie man abseits befestigter Straßen fahren würde. Dann kommen Sie ans Ziel, während die schnellsten wieder mal (oder immer noch) im Stau stecken.